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Flugi-Kuddelmuddel am WEF Was fliegt da über unseren Köpfen? Tracking-Apps verraten es

Gerade sausen sie in kurzen Abständen über unsere Köpfe, die Privatjets und Luxusflieger, die WEF-Gäste in die Schweiz transportieren. Von Start- und Zielflughafen über Flugzeugtyp, Flugnummer und Geschwindigkeit bis hin zu Fotos – «Plane-Tracker» verraten einem in Echtzeit alles über Helikopter und Flugzeuge, die sich aktuell im Himmel befinden. Das sind aktuell die besten Tools am Markt.

Der Marktführer – Flightradar24

2006 wurde Flightradar24 von zwei Schweden gegründet, heute sind seine Webseite und App die klaren Marktführer. Leider gibt er Kundendaten wie unseren Standort an Dritte weiter, wie SRF Data aufgedeckt hat – deswegen lohnt es sich, die Alternativen anzuschauen.

Eine Landkarte von Zürich, darüber gelbe Flieger. Links die Information zu einem, der von Brüssel nach Zürich fliegt.
Legende: Der Flughafen Zürich auf der Webseite des Flightradar24. flightradar.live

Für Einsteiger – Plane Finder

Nur drei Jahre später in der UK gegründet, steht der Plane Finder dem Marktführer in nichts nach – leicht zu bedienen, viele Infos, verfügbar via Internet oder Gratis-App.

Eine abgedunkelte Landkarte von Zürich, darüber weisse Flieger. Von einem Jet sieht man die Spur und links Informationen
Legende: Die Internetseite des «Plane Finder» im angenehmen Dunkelmodus. planefinder.net

Für Angefressene – Airplanes.Live

Etwas weniger benutzerfreundlich, dafür mit viel mehr Daten kommt die Webseite Airplanes Live daher. Hier sieht man auch Militär- und Regierungsmaschinen, die bei Flightradar24 nicht angezeigt werden.

Eine Landkarte von Zürich, darüber verschiedenfarbige Flieger. Links die Information zu einem Jet.
Legende: Viele Infos und Einstellungsmöglichkeiten bietet die Webseite von Airplanes Live. airplanes.live

Für Ästheten – Airloom

Auch bei Airloom kann man Flugzeuge in Echtzeit über den eigenen Standort fliegen sehen, der Fokus liegt aber weniger auf der Information als dem Design. Die Daten bezieht Airloom von Airplanes Live. Ideal als Deko auf dem Zweitbildschirm oder als bewegtes Kunstwerk auf einem grossen Screen. Besonders schön: Der Flugmodus («Fly Mode»), bei dem man zwischen den Flugi durchfliegen kann.

Zürich, 3D-Ansicht mit verschiedenfarbigen Fliegern auf verschiedenen Höhen und ihren leuchtenden Spuren.
Legende: Wunderschön: Flugbewegungen im Vollbildmodus. Airloom

Wem das Tracken nicht reicht, …

Man kann die Flugzeuge nicht nur verfolgen, man kann auch ihren Pilotinnen beim Funken zuhören. Das geht via LiveATC (via. Webseite oder kostenpflichtiger App), wo zum Beispiel die Flughafen Zürich (ZRH) und St. Gallen-Altenrhein (ACH) und der Davos Heliport (LSMV) hörbar sind.

Wie funktionieren Flugi-Tracker?

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Ein Grossteil der Flugzeuge sendet Standort und weiter Informationen via Transponder (ADS-B). Diese Signale kann man per Funk abfangen. «Plane Finder» und andere verschicken Empfangsgeräte an Freiwillige, die diese bei sich zu Hause installieren und mit dem Internet verbinden. Dank diesen Hobby-Trackern entsteht ein recht engmaschiges Netz.

Um die Position von Flugzeugen zu ermitteln, die ihren Standort nicht via ADS-B kundtun, werden die empfangenen Signale von mehreren Empfangsgeräten an verschiedenen Standorten verglichen («Multilateration»).

Weitere Daten wie die Flugnummer oder Fotos von Planespotter stammen aus diversen offenen Quellen.

Viele Flughäfen haben auch Webcams, zum Beispiel der Flugplatz Samedan und der Flughafen Zürich. Bei letzterem kann man die Cams sogar via Internet steuern. Aktuelle Fotos, Videos und Livestreams findet man ausserdem auf Youtube und Instagram unter den Stichworten «Planespotter», «ZRH» oder «WEF».

Diskutieren Sie mit:

Radio SRF 3, 21.1.2026, 8:10 Uhr

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