Zum 50. Todestag von Malcolm X

Da den Sklaven früher auch ihre Nachnamen von ihren Unterdrückern aufgezwungen wurden, tauschte Malcolm aus Protest seinen Nachnamen gegen ein schlichtes «X». Morgen ist es 50 Jahre her, dass der radikale Bürgerrechtler kurz vor einer Rede in New York erschossen wurde.

Malcolm X
Bildlegende: Malcolm X im Jahr 1963 in Washington, D.C. Keystone

Am 21 Februar 1965 wollte der Schwarze Bürgerrechtler Malcolm X im New Yorker Audubon Ballroom gerade zu einer Rede ansetzen, als inmitten des 400-köpfigen afroamerikanischen Publikums jemand «Nigger, nimm deine Hände aus meiner Tasche» schrie. Als die Bodyguards von Malcolm X das darauf folgende kleine Handgemenge schlichten wollten, trat ein dicker Mann aus der Menge, holte eine abgesägte Schrotflinte unter seinem Mantel hervor und erschoss den Bürgerrechtler aus nächster Nähe.

Mit Malcolm X starb ein radikaler Befreier der afroamerikanischen Community, der im Gegensatz zu seinem Gesinnungsgenossen Martin Luther King nicht vor dem Griff zu den Waffen zurückschreckte. «By any means necessary», also mit «allen nötige Mitteln», wollte der Befreiungskämpfer das Joch der Unterdrückung durch die weisse Rasse loswerden.

Meistens aber waren seine feurigen Reden seine gefährlichste Waffe. Nichts ist bekanntlich ansteckender als eine überzeugende Idee. Und so animierte er Generationen von Schwarzen, sich die über 400-jährige Ungerechtigkeit nicht mehr länger bieten zu lassen. Unzählige Funk-, Soul- und Rap-Songs beziehen sich auf Reden von Malcolm X, seine Worte werden nicht nur gehört und verinnerlicht, sie werden auch gesungen, gesampelt und rezitiert; bis heute.

Im «Black Music Special» gibt's unter anderem Rap-Tracks, die sich explizit mit Malcolm X beschäftigen, und den Mix von DJ Pesa, den ihr hier direkt anhören und downloaden könnt.

Die Tracks im Malcolm-X-Mix von DJ Pesa:

  • Johnny Lee Moore & 12 Mississippi Penitentiary Convicts Eighteen Hammers
  • The Flames Stand Up And Be Counted
  • Gary Byrd Are You Really Ready For Black Power
  • Gil Scott-Heron The Revolution Will Not Be Televised
  • James Brown Say It Loud, I'm Black And I'm Proud
  • The Voices of East Harlem Oh Yeah
  • The Pharaohs Freedom Road
  • Cannonball Adderley Quintet Walk Tall
  • Miriam Makeba Malcolm X
  • Nina Simone I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free
  • The Impressions Mighty Mighty (Spade & Whitey)
  • Charles Harles Wright & The Watts 103rd Street Rhythm Band Express Yourself
  • Marvin Gaye What's Going On
  • The Last Poets When The Revolution Comes

Gespielte Musik

Autor/in: Sascha Rossier, Moderation: Sascha Rossier, Redaktion: Sascha Rossier