«Der schwarze Tanner» von Meinrad Inglin

Erzählt wird die Geschichte des unbeugsamen Schwyzer Bergbauern Kaspar Tanner, der sich im zweiten Weltkrieg weigert, Weideland in Ackerland umzuwandeln, so wie es ein behördliches Dekret verlangt. Tanner wird zum tragischen Straftäter.

Eine Szene des Theaterstücks «Der Schwarze Tanner» von Meinrad Inglin, Ballenberg 2007.
Bildlegende: Eine Szene des Theaterstücks «Der Schwarze Tanner» von Meinrad Inglin, Ballenberg 2007. Keystone

Meinrad Inglins Geschichte «Der schwarze Tanner» wurde von Tino Arnold als Hörnovelle in Schwyzer Mundart bearbeitet. Tino Arnold inszenierte seine Hörspielfassung mit unzähligen Laiendarstellerinnen und Darstellern, die in ihrem Dialekt äusserst glaubwürdig agieren.

Im Buch «Schweizerspiegel» zeichnet Meinrad Inglin in grossartiger Art und Weise die Schweizer Geschichte der Jahre 1914 bis 1918 nach. Auf SRF 2 Kultur werden ab 8. Juli ausgewählte Ausschnitte des epischen Werkes gesendet. Zum Auftakt der Lesung sendet SRF 1 das Hörspiel «Der schwarze Tanner».

Mit: Walter Annen (Kaspar Tanner), Antoinette Hofmann-Schönbächler (Frau Tanner), Urs Kündig (Sohn Jakob), Marielouise Reichmuth (Tochter Anna), Fränzi Rickenbacher (Tochter Leni), Othmar Betschart (Ackerbauleiter Steiner) u.v.a.

Hörspielfassung und Regie: Tino Arnold - Produktion: SRF 1981 - Dauer: 49'

Meinrad Inglin wurde am 28. Juli 1893 in Schwyz geboren. Er verlor sehr früh seine Eltern. «Als vierzehnjähriger Realschüler beschloss ich, Schriftsteller zu werden, begann auch gleich zu schreiben und sah zu meinem Glück und Unglück schon eine meiner ersten Erzählungen in der Lokalzeitung abgedruckt».

Inglin wurde als Autor realistischer Romane bekannt, die für ihre hintergründige Darstellung gelobt wurden und meist das Schweizer Alltagsleben porträtierten, indem sie das urwüchsige Bauerntum kontrastierend einer wurzel- wie seelenlosen Zivilisation gegenüberstellen. Da er dabei stets den psychologischen Hintergrund der Handelnden aufdeckt, gehen seine Werke weit über die Heimatdichtung hinaus. Meinrad Inglin starb 1971 in Schwyz.

Redaktion: Buschi Luginbühl