Ist gut gemeint, auch wirksam geholfen?

  • Freitag, 27. Januar 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 27. Januar 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 27. Januar 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Muss solidarische und humanitäre Hilfe effektiv sein oder reicht es, es gut zu meinen?

Manche Bürgerinnen und Bürger sind es leid, mit dem Elend der Flüchtlinge in den Medien konfrontiert zu werden: Sie möchten helfen, richtig helfen: nicht nur alte Kleider weggeben, die sie ohnehin nicht mehr tragen, nicht nur Geld spenden, das sie dann von der Steuer absetzen. Sie möchten einen effektiven Beitrag für andere leisten, ohne selbst davon zu profitieren.

Doch: Wann wird Altruismus effektiv? Und muss Solidarität effektiv sein?


Beiträge

  • Von Mensch zu Mensch - Alex und Abed in Zürich

    Im Projekt «1:1 Tandem» bringt der Verein Solidaritätsnetz seit Herbst 2015 Flüchtlinge und freiwillig Engagierte zusammen. Mit grossem Erfolg. Angestrebt wird ein regelmässiger Kontakt auf Augenhöhe, damit das gegenseitige Verständnis gefördert und das Zusammenleben aktiv gestaltet wird.

    Die Freiwilligen unterstützen die Flüchtlinge je nach Bedarf beim Deutsch lernen, bei Behördengängen oder der Arbeitssuche. Sie sind wichtige Bezugspersonen und wertvolle Gesprächspartner. Ein Besuch bei Alex und Abed in Zürich.

    Kaa Linder

  • «Es gut zu meinen, reicht nicht»

    Muss humanitäre Hilfe für Flüchtlinge, muss Altruismus effektiv sein, oder reicht die Solidarität von Freiwilligen?

    Das diskutieren Fred Lauener, der beim Hilfswerk «Caritas» die Abteilung Asien/Europa leitet, Nothilfeprojekte in Nepal, Indonesien und Kenia organisiert und auf der griechischen Insel Lesbos eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet hat. Mit in der Runde ist ausserdem der Jugendsozialarbeiter Bastian Seelhofer, der sich nach Griechenland aufgemacht hat, um Flüchtlingen zu helfen und in der Zwischenzeit zwei Schulen und ein Jugendzentrum aufgebaut hat.

    Sabine Bitter

  • Effektiv helfen durch die richtige Berufswahl

    Ob wegen Kriegen, Hungernöten oder Epidemien: Viele Menschen auf der Welt leiden. Was kann jeder einzelne dafür tun, soviel von diesem Leid wie möglich zu verhindern und die meisten Leben zu retten? Das ist die Frage, die die sogenannten «Effektiven Altruisten» bewegt.

    Die Antwort ist unter anderem: Man soll den richtigen Beruf ergreifen. Denn das Arbeitsleben eines Menschen dauert im Durchschnitt 80‘000 Stunden, in denen wir Gutes tun könnten. Eine Anleitung.

    Pascal Biber

Autor/in: Sabine Bitter, Kaa Linder, Pascal Biber, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter, Christoph Keller