Der Bündner Stil in der Volksmusik

Brauchtum

Die eigentliche Ländlermusik und ihre Bezeichnung holten die Bündner erst in den 1930-er Jahren aus dem Unterland in den Kanton Graubünden. Vorher wurde diese Art Musik im Bündnerland als Seppli-Musig oder Fränzli-Musig bezeichnet. Entsprechend den Namen derer, die diese Musik pflegten.

Der grauhaarige Musiker mit Brille spielt im Freien Schwyzerörgeli.
Bildlegende: Josias Jenny (1920-1989). zvg

Paul Kollegger, Lenz Majoleth und Luzi Brüesch sind die Urväter der Bündner Ländlermusik. Paradoxerweise von Bern aus haben dann die beiden Heimwehbündner Josias Jenny am Schwyzerörgeli und Luzi Bergamin an der Klarinette den heutigen Stil entwickelt. Formationen wie die Kapelle Oberalp oder Bündner-Ländlermix stehen nun für die aktuelle Bündner Musik.

Der typische Bündner Klang ergibt sich aus der Instrumentierung mit 2-3 Klarinetten, 2 Schwyzerörgeli oder Akkordeon und 1 Kontrabass. Im Gegensatz zum Innerschweizer Ländlerstil ist das Klavier in der Ländlermusik aus Graubünden verpönt.

Moderation: Beat Tschümperlin, Redaktion: Beat Tschümperlin