Geheimtipps in und um Visp herum

In Visp steigt man um. Aber selten aus. Dabei hat Visp eine hübsche kleine Altstadt. Da lohnt es sich herumzuschlendern, etwa zum blauen Stein. Oder in die Nachbargemeinde Visperterminen auf den höchsten Rebberg Europas.

Visperterminen, Burgener-Haus und blauer Stein.
Bildlegende: Sehenswert: Die Rebberge in Visperterminen, das Burgener-Haus und der blaue Stein. Wikimedia Commons

Der Blaue Stein ist eines der Wahrzeichen von Visp. Er lag und liegt noch heute auf dem Weg zur Kirche. Am blauen Stein wurden vor 400 Jahren die Büsser und Bösewichte jeweils am Sonntag im Nachthemd angekettet und dem Gespött der Leute ausgesetzt. Der Blaue Stein liegt aber schon seit 1388 da. Damals wollten die mächtigen Savoyer die kleinen Visper einnehmen. Durch eine List gewannen die Visper. Der Blaue Stein war eines der Kampfgeschosse, das liegen blieb. Bis heute.

Das Burgener-Haus könnte auch ein Schloss sein. Es ist ein weiteres Wahrzeichen von Visp. Die dreigeschossigen Arkadenbögen erinnern an den Stockalperpalast in Brig. Ein Zufall? Wohl kaum. Die Gattin des Landeshauptmannes Burgener kam nämlich aus Brig. Sie war eine Verwandte des Briger Kaufmannes, Bankiers und Bauherrn Kaspar Jodok von Stockalper. Sein Baustil war ihr Inspiration. Sie liess das grosszügige Burgener-Haus in Visp mit Turm und Arkadenbögen bauen, während ihr Mann in Söldnerdiensten war. Sie wollte ihm eine Freude bereiten. Das gelang.

Der höchste Rebberg Europas liegt in der Nachbarsgemeinde von Visp. In Visperterminen. Dort, wo es in der Schweiz am trockensten ist, stehen Rebstöcke bis hinauf auf 1150 Meter. Der Hang ist durchsetzt mit hohen Trockensteinmauern. Sie schaffen so das Terrain für die Rebstöcke. Der Heida-Wein, ein Weisswein, ist begehrt und eine Rarität. Nur dort wächst er. Auf dem höchsten Rebberg Europas.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Christine Hubacher