Historisches Tief: Welche Hypothek ist die Richtige?

Die tiefen Hypothekarzinsen halten sich schon einige Jahre. Liegenschaftsbesitzer, welche in den vergangenen Jahren auf kurze Laufzeiten für ihre Hypothek gesetzt haben, konnten von diesem Zinsrückgang stärker profitieren.

Überbauung in Zürich.
Bildlegende: Wenn der Hypothekarvertrag ausläuft sollte man sich gut überlegen, ob das Finanzierungsmodell für die Zukunft weiterhin zutrifft. Keystone

Wer sich nach Ablauf der Hypothek für eine lange Laufzeit entschieden hat, profitiert weniger. Adrian Wenger, Hypothekarberater vom Vermögenszentrum in Zürich, sagt, die aktuelle Zinslandschaft wird auch noch die nächsten paar Jahre bestehen.

Wichtige Fragen, die man sich nach Ablauf der Hypothek stellen muss:

  • Stimmt die Höhe der Hypothek noch? Sonst sollte man sich überlegen, einen Teil zu amortisieren.
  • Änderung der Wohnsituation: Bei einem möglichen Verkauf macht eine langlaufende Hypothek keinen Sinn. Gerade bei Ablauf der Hypothek besteht die Möglichkeit, über die nächsten Jahre zu reflektieren.
  • Steigen die Zinsen, bietet der Abschluss einer Festhypothek mehr Sicherheit.
  • Bleiben die Zinsen gleich tief, lohnt sich ein Abschluss von Geldmarkthypotheken mit kurzer Laufzeit.

Festhypotheken

Festhypotheken sind mit Abstand am beliebtesten. Der Zinssatz wird für eine bestimmt Laufzeit fixiert und bleibt bis zum Ablauf unverändert. Wählbar sind meistens Laufzeiten zwischen einem und zehn Jahren. Festhypotheken eignen sich für Kreditnehmer, die hohe Budgetsicherheit suchen oder mit steigenden Zinsen rechnen.

Geldmarkthypotheken

Erwartet man nur leicht steigende Zinsen, sind sogenannte «Geldmarkt-» bzw. «Libor»-Hypotheken attraktiv. Der Vorteil ist, dass sie beim Verkauf des Eigenheims vorzeitig aufgelöst werden können. Im langjährigen Vergleich war diese Art von Hypotheken fast immer die günstigste Form der Wohneigentumsfinanzierung. Jedoch ist man im Gegensatz zur Festhypothek nicht vor steigenden Zinsen abgesichert.

Redaktion: Pascale Folke