Schul- und Komplementärmedizin neben- und miteinander

Die Komplementärmedizin ist in der Schweizer Verfassung verankert. 2009 haben sich die Stimmbürger an der Urne für ihre Förderung ausgesprochen. Doch wie setzen die Schweizer Spitäler, die eher auf konventionelle Schulmedizin setzen, diese Vorgabe um? Sie kombinieren.

Schulmedizin und Komplementärmedizin schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich.
Bildlegende: Schulmedizin und Komplementärmedizin schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. colourbox.com

«Integrative Medizin» nennen verschiedene Spitäler die Zentren, die die Schulmedizin mit komplementärer Medizin ergänzen. Dort werden vor allem Patienten mit schweren Erkrankungen wie Krebs oder chronischen Leiden behandelt.

«Vor 20 Jahren wurden wir von den Onkologen noch belächelt. Seither hat die Forschung massiv zugenommen», sagt Matthias Rostock, Onkologe und Komplementärmediziner am Institut für komplementäre und integrative Medizin des Universitätsspitals Zürich.

Wie sieht die integrative Medizin aus?

  • Schweizer Spitäler setzen auf evidenzbasierte integrative Medizin: Sie wenden Therapieformen an, die erforscht und empirisch belegt sind. Es sind diese, die von den Grundversicherungen oder allenfalls den Zusatzversicherungen übernommen werden.
  • Komplementärmedizin hilft dort, wo die Schulmedizin noch nicht angewendet wird oder an ihre Grenzen stösst.
  • Patienten profitieren von der Komplementärmedizin, unter anderen weil sie Selbstverantwortung übernehmen, selber aktiv werden können und mehr Zuwendung erhalten.

Redaktion: Brigitte Wenger