Wie im Alltag umgehen mit Menschen mit Down-Syndrom?

Menschen mit Down-Syndrom sind oft spontan, fröhlich und offen. Und da kann es passieren, dass man von einer Sekunde auf die andere in ein Gespräch verwickelt wird. Man wird unsicher. Was tun?

Eine Gruppe Volleyballer mit Down-Syndrom lacht in die Kamera.
Bildlegende: Menschen mit Down-Syndrom soll man auf Augenhöhe begegnen. Keystone / Jay Laprete

Fachfrau Ruth Tejada, Präsidentin insieme 21, rät:

  • Den Ball aufnehmen, antworten. Vor allem aber: sie ernst nehmen. Auch wenn sie manchmal etwas Kindliches an sich haben: Es sind erwachsene Menschen, die ernst genommen werden wollen. Also: sie wie Erwachsene behandeln. Damit ist die Situation klar und die eigene Unsicherheit in dieser Hinsicht weg.
  • Was tun, wenn ein Mensch mit Down-Syndrom mitten in einem Konzert im Freien ungehemmt laut spricht und lacht? Darauf reagieren und um Ruhe bitten. Wenn er oder sie es nicht begreifen kann, sich in Geduld üben und grosszügig darüber hinwegsehen. Etwas anderes bleibt einem nicht übrig.
  • Wie sollte man grundsätzlich über Menschen mit Down-Syndrom wissen?
    Diese Menschen haben eine etwas andere Wahrnehmung und sie brauchen länger, bis sie etwas umgesetzt haben, das heisst, man braucht nicht langsamer zu sprechen, aber man sollt seinem Gegenüber im Gespräch mehr Zeit geben.

Moderation: Adi Küpfer, Redaktion: Jürg Oehninger