«In der Romandie lernte ich kein Französisch»

Mit 12 Jahren musste Ruth Pittini ihre Familie in Othmarsingen verlassen. Wegen ihres Asthmas wurde sie zuerst zu Bauersleuten nach Vogelbuch bei Gümmenen, anschliessend nach La Chaux-de-Fonds zu einer Bäckerfamilie geschickt. Dort sprach man aber Berndeutsch und kein Französisch.

Ruth Pittini im Altersheim.
Bildlegende: Ruth Pittini hatte sechs Geschwister. SRF

Hinzu kam, dass Ruth Pettini vor allem im Haushalt mithelfen musste. So konnte sie selber kein Französisch lernen. Als 1939 der Krieg ausbrach, vernahm sie solch schauderbare Geschichten von Grenzgängern, dass sie schnellstmöglich wieder nach Hause wollte. Bei Nacht und Nebel machte sie sich auf den Weg zu ihren Eltern. Eine Ausbildung konnte sie leider wegen des Kriegs nicht absolvieren. Aber sie fand ihre Berufung, indem sie bedürftige Menschen zuhause unterstütze.

Autor/in: daue, Redaktion: Jil Keiser