Immer weniger Freiwillige

Betreuen von Pflegebedürftigen, Organisieren von Konzerten im Ort oder Mithilfe im lokalen Sportverein: Ohne Freiwillige funktioniert die Schweiz nicht. Allerdings nimmt die Freiwilligentätigkeit in der Schweiz kontinuierlich leicht ab. Das zeigt der dritte Freiwilligen-Monitor der Schweiz.

Junge Leute arbeiten im Berggebiet und mähen Gras.
Bildlegende: Junge Freiwillige packen im Val Bavona, einem Seitental des Maggiatals mit an. Keystone

Jeder Dritte leistet in der Schweiz Freiwilligen-Arbeit. Seit 2006 nimmt die Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit jedoch kontinuierlich leicht ab, wie der Freiwilligen-Monitor der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft zeigt. Einzig in der italienischen Schweiz hat das ehrenamtliche Engagement für Vereine und Organisationen in den letzten fünf Jahren zugenommen.

Auffällig: Vor allem junge Erwachsene engagieren sich deutlich weniger freiwillig, als noch bei der letzten Erhebung und weniger häufig, als über 34-Jährige. Bei den 20- bis 39-Jährigen ging die Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren, in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent zurück.

Im «Treffpunkt» sagt Lukas Niederberger, Geschäftsleiter der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, wie Unternehmen, Gemeinden und Politik die Freiwilligenarbeit in der Schweiz wieder fördern können. Gast ist ausserdem Nora Peduzzi, Kantonsleiterin der Pfadi Luzern und Organisatorin des Kantonallagers 2018. Die 27-Jährige erzählt von ihrer Motivation, sich freiwillig zu engagieren.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Sandra Witmer