Vom 0:2 zum 3:2: YB entgeht dem nächsten Schock

Die Berner Young Boys zeigen in einem attraktiven Berner Derby zuhause gegen Thun Moral und drehen einen Zweitore-Rückstand. Lausanne verliert auch in Lugano und findet keinen Weg aus der sportlichen Krise.

  • Kaltstart: YB liegt im Derby nach 10 Minuten 0:2 hinten
  • Doppelwechsel: Coach Adi Hütter reagiert und bringt schon nach 29 Minuten 2 neue Spieler
  • Wende: Der eingewechselte Sulejmani führt YB zum Sieg
  • Krise: Lausanne findet nicht aus dem Tief und bleibt auch im 13. Spiel in Folge ohne Sieg

Schon nach 29 Minuten sah sich YB-Coach Adi Hütter zu einem Doppelwechsel gezwungen. Er brachte Miralem Sulejmani und Sven Joss ins Spiel – und leitete damit den Sieg ein. Was war passiert?

YB legte ein Startfurioso hin: Nach 10 Sekunden hätte Yoric Ravet, der Penalty-Pechvogel bei der Cupschmach gegen Winterthur, YB in Führung schiessen müssen. Doch Guillaume Faivre im Thuner Tor war von Anfang an hellwach. Nach 7 Minuten wurde ein YB-Treffer (zu Recht) wegen Abseits aberkannt.

Sorgics Traumtor zum 2:0

0:12 min, vom 4.3.2017

Thuns Doppelschlag innert 3 Minuten

Dann folgte der Schock: Innert 3 Minuten sorgten Christian Fassnacht per Kopf und Dejan Sorgic mit einem «Hammer» in den Winkel für die Thuner Zweitore-Führung. Die Hausherren gerieten in eine Schockstarre, nichts wollte mehr gelingen – bis der Doppelwechsel kam.

Vor allem Sulejmani sorgte für neuen Schwung und den wichtigen Anschlusstreffer vor der Pause. Mit einem nicht unhaltbaren Freistoss aus gut 30 Metern erzielte er das 1:2.

Ein Eigentor bringt YB zurück

Mit Beginn der 2. Halbzeit verlor YB aber wieder an Schwung, Thun war das bessere Team. Bis ein Eigentor von Marco Bürki aus dem Nichts das Spielgeschehen wieder auf den Kopf stellte. Das Hütter-Team war wieder da, erspielte sich Chancen und kam zum Siegtreffer. Sekou Sanogo traf nach einem Corner von Sulejmani per Kopf (79. Minute).

Thun mit viel Pech

Aber YB wäre nicht YB, wenn es nicht doch noch einmal hätte zittern müssen. Mit der letzten Möglichkeit des Spiels stand Thun dem Ausgleich nahe – doch Fassnacht traf in der 93. Minute nur den Pfosten und hämmerte den Nachschuss über das Tor. Es wäre der verdiente Lohn für eine gute Thuner Leistung gewesen.

Lausanne immer tiefer in der Krise

Im 2. Spiel des Tages kassierte Lausanne eine 1:2-Niederlage in Lugano. Die Krise der Waadtländer findet damit ihre Fortsetzung: Seit nunmehr 13 Spielen hat das Team von Fabio Celestini nicht mehr gewonnen.

Sendebezug: Radio SRF 3, regelmässige Live-Einschaltungen ab 17:45 Uhr