06.03.201415068 Ansichten

Arno Stern

ist neun Jahre alt, als für ihn und seine Eltern 1933 die Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime aus Deutschland beginnt. Die jüdische Familie flüchtet nach Frankreich und später in die Schweiz. «Wie durch ein Wunder gehörten wir zu den wenigen, die nicht abgewiesen worden sind», sagt der heute bald 90jährige Pädagoge und Forscher. «Meine glückliche Kindheit geschah unter der ständigen Bedrohung, verhaftet zu werden, deportiert zu werden in ein Vernichtungslager. Aber es ist sonderbar, man lebt trotz der Gefahr, trotz aller Entbehrungen doch. Man geniesst auf gewisse Weise den Alltag», sagt der Erfinder des weltbekannten Ateliers Malort in Paris, eine inzwischen über die ganze Welt verstreuten Institution. Stern versucht mit Begeisterung die schöpferischen Kräfte von Kindern zu stärken – ohne Wettbewerb und Leistungsdruck. Seine eigenen Kinder gingen nie zur Schule.

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