29.11.201917598 Ansichten

Klima retten – Verbote einführen?

Nicht mehr CO2 ausstossen als die Umwelt wieder aufnehmen kann, keine benzinbetriebenen Autos mehr fahren und ohne Öl heizen – und das alles bis 2050. Das fordert die sogenannte Gletscher-Initiative. Braucht es Verbote, um das Klima zu retten? Oder geht das zu weit und schadet der Wirtschaft?

Diese Woche wurde die breit abgestützte «Gletscher-Initiative» eingereicht. Die Forderung: Die Schweiz soll bis 2050 netto kein CO2 mehr ausstossen. Ausserdem soll ab 2050 in der Schweiz unter anderem kein Benzin, kein Diesel und kein Erdöl mehr fliessen, ausser diese Brenn- und Treibstoffe können bis dahin CO2-neutral hergestellt werden. Müssen wir so konsequent handeln, wenn wir den Klimawandel bremsen wollen? Oder sind die Forderungen der Initiative zu drastisch? Bis 2050 also soll die Schweiz klimaneutral sein: Alles, was wir an CO2 ausstossen, sollen wir wieder kompensieren müssen. So will es auch der Bundesrat. Den Grünen geht das jedoch zu wenig schnell. Sie fordern, dass dieses Ziel bereits bis 2030 umgesetzt sein muss, während die SVP selbst die Reduktion auf netto null bis 2050 für unrealistisch hält. Können wir das schaffen? Und wenn ja, zu welchem Preis? Ein Streitpunkt ist auch, wie stark der CO2-Ausstoss der Schweiz ausdrücklich im Inland reduziert werden muss. Kann die Schweiz im Ausland viel mehr CO2 einsparen als im Inland – und das erst noch massiv günstiger? Oder hat die Schweiz als reiches Land eine Vorbildfunktion und muss dementsprechend ihren Ausstoss im Inland drastisch drosseln? Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus in der «Arena»: * Katharina Prelicz-Huber, Nationalrätin Grüne/ZH neu * Christian Imark, Nationalrat SVP/SO * Jon Pult, Nationalrat SP/GR neu, Präsident Alpen-Initiative * Stefan Brupbacher, Direktor Verband der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie Swissmem

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