29.03.201918606 Ansichten

Unersättlich!

Die Managerlöhne steigen wieder. Als hätte es die Abzocker-Initiative nie gegeben – und zum Teil trotz sinkender Aktienkurse der Unternehmen. Ein Skandal? Oder sind es eher die Linken, die nie genug kriegen von Umverteilung und Regulierung? Zwei Drittel der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben 2013 Ja gesagt zur «Abzocker-Initiative», die überrissene Boni und Löhne verhindern wollte. Heute aber, sechs Jahre später, verdienen manche Konzernchefs wieder ähnlich viel. Etwa UBS-Chef Sergio Ermotti (14 Millionen Franken) oder Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam (13 Millionen Franken). Ist so ein hoher Lohn nicht unanständig? Braucht es nun neue Regeln, um Managerlöhne zu beschränken – vielleicht sogar eine Neuauflage der 1:12-Initiative, welche die Cheflöhne begrenzen wollte? Oder zeigt gerade die schwache Wirkung der «Abzocker-Initiative», dass Eingriffe in die unternehmerische Freiheit selten erfolgreich sind? Auch der Lohn von SBB-Chef Andreas Meyer sorgt aktuell für Diskussionen. Meyer erhält über eine Million Franken. Ist das ein gerechter Lohn, weil es eine komplexe Aufgabe ist, die SBB zu führen? Oder sollte der Cheflohn in bundesnahen Betrieben beschränkt werden? Die JUSO geht einen anderen Weg. Sie reicht in wenigen Tagen ihre 99%-Initiative ein. Diese will Kapitaleinkommen mehr besteuern: Bei Einkünften aus Dividenden, Zinsen und anderem soll der Staat stärker zugreifen – und dafür jene entlasten, die wenig verdienen. Braucht die Schweiz wirklich noch mehr Umverteilung? Zu diesen Fragen begrüsst Jonas Projer in der «Arena»: * Christa Markwalder, Nationalrätin FDP/BE * Tamara Funiciello, Präsidentin Juso Schweiz * Thomas Minder, Ständerat parteilos/SH * Valentin Vogt, Präsident Schweizerischer Arbeitgeberverband Ausserdem im Studio: * Ueli Mäder, em. Professor für Soziologie, Armutsforscher * Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik travailsuisse * Urs Klingler, Vergütungsexperte und Unternehmensberater

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