06.09.201919956 Ansichten

Wahl-Arena: «Klima» in der Gletscherhöhle des Jungfraujochs

Bröckelnde Berge, schmelzende Gletscher, höhere Temperaturen: Das Klima ist das grosse Thema dieses Wahlkampfs. Was kann und muss die Schweiz tun, um den Klimawandel zu stoppen? Muss es im Portemonnaie weh tun, damit alle weniger ins Flugzeug und ins Auto steigen? Die «Arena» vom Jungfraujoch. Klimaneutral bis 2050 – dieses Ziel will der Bundesrat erreichen: Die Treibhausgasemissionen, die die Schweiz verursacht, sollen bis in 30 Jahren netto null betragen. Der eigene CO2-Ausstoss soll also im Inland oder im Ausland kompensiert werden. Kann das gelingen? Und ist es sinnvoll, in der Schweiz Massnahmen für ein globales Problem zu ergreifen? Ja, sagen die einen: Die Schweiz müsse mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Beitrag zum international vereinbarten Ziel leisten, die globale Klimaerwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Nein, sagen die anderen: Die Schweiz verursache weltweit gesehen nur einen Bruchteil aller Treibhausgasemissionen. Mit dem gleichen Geld, das hier eingesetzt werde, könne man anderswo einen viel grösseren Effekt erzielen – und damit viel mehr für das Klima tun. Gleichzeitig diskutiert das Parlament im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes unter anderem über Abgaben auf Flugtickets sowie auf Treib- und Brennstoffe. Zwischen 30 und 120 Franken – so viel soll beim Kauf eines Flugtickets hinzukommen, wenn es nach der vorberatenden Kommission des Ständerates geht. Ist das zu viel, und schränkt das etwa Familien mit kleinerem Budget bei ihren Ferien ein? Oder ist das zu wenig, weil kaum jemand wegen dieses Betrags auf einen Flug verzichten würde? Neu soll es auch eine zusätzliche Abgabe auf Treib- und Brennstoffe geben. So soll der Liter Benzin gemäss dem Vorschlag der Kommission höchstens 12 Rappen mehr kosten als bisher. Lenkt oder – im besten Fall – senkt eine solche Abgabe tatsächlich den Benzinverbrauch der Schweizerinnen und Schweizer? Oder bringt diese Abgabe nichts ausser einer Mehrbelastung für die Haushaltskassen? Zu einem der wichtigsten Themen dieses Wahlkampfs begrüsst Sandro Brotz in der «Arena»: * Walter Wobmann, Nationalrat SVP/SO * Beat Walti, Nationalrat FDP/ZH, Fraktionschef FDP * Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat CVP/SO * Edith Graf-Litscher, Nationalrätin SP/TG * Bastien Girod, Nationalrat Grüne/ZH Ausserdem in der Sendung: * Kathrin Bertschy, Nationalrätin GLP/BE * Bernhard Guhl, Nationalrat BDP/AG

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