02.04.201914206 Ansichten

Adoptiert, gekauft, gespendet – wo komme ich her?

Dieses Jahr werden die ersten Kinder von Samenspendern volljährig, die Auskunft über ihre Erzeuger einfordern können. In der Schweiz suchen Hunderte von Spenderkindern und Adoptierten nach ihren biologischen Eltern. Warum ist es so wichtig, die eigene Herkunft zu kennen?

Die Schweizer Behörden wollten es nicht immer so genau wissen wie heute. Noch in den 1980er-Jahren wurden Kinder aus Sri Lanka mit fragwürdigen Papieren adoptiert und teilweise in die Schweiz geschmuggelt. Spuren zum Samenspender wurden absichtlich verwischt. Ohne behördliche Kontrolle mischten Reproduktionsmediziner nach eigenem Gutdünken Spermien von Medizinstudenten und von anonymen Spendern mit ihrem eigenen Erbgut. Solche Cocktails injizierten sie Frauen mit Kinderwunsch. Dies entsprach dem Zeitgeist. Die Kinder von damals sind nun erwachsen – und viele von ihnen haben einen einzigen Wunsch: ihre biologischen Eltern treffen zu können. Sie reisen in ihre Herkunftsländer. Und viele registrieren sich auf DNA-Datenbanken. Diese haben die Ahnenforschung revolutioniert. Wieso lässt vielen die Frage, wer ihre Vorfahren sind, keine Ruhe? Was bedeutet es für das eigene Leben, wenn man seine biologischen Eltern nicht kennt? Und wieso haben nicht alle diesen Drang, das Geheimnis zu lüften? Mit Barbara Lüthi diskutieren: – Peter Fehr, Reproduktionsmediziner – Mario Gmür, Psychoanalytiker – Sakuntala Küttel, Coach für Adoptierte und selbst Adoptierte aus Sri Lanka – Daniel Ludwig, Schauspieler und ehemaliger anonymer Samenspender – Sarah-Jane Sparn, Schlagersängerin und Adoptierte aus Indien – Hannes Streif, Anwalt und Sohn eines anonymen Samenspenders

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