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09.04.201919806 Ansichten

Genie oder Monster: Was bleibt von Michael Jackson?

Michael Jackson soll jahrelang Kinder sexuell missbraucht haben. Der Dokumentarfilm «Leaving Neverland», den SRF zeigt, wirft diese Vorwürfe erneut auf. Ist das wahr? Und was bedeutet dies für das Vermächtnis des King of Pop? Kann man Kunst getrennt vom Künstler betrachten?

Noch immer elektrisiert sein Moonwalk. Doch darf man die Musik von Michael Jackson überhaupt noch hören? Jetzt, nachdem zwei Männer im vierstündigen Dokumentarfilm «Leaving Neverland» erzählen, der King of Pop habe sie als Kinder sexuell missbraucht? Der Film sorgt für Aufsehen. Kinderschutzorganisationen nehmen ihn zum Anlass, öffentlich über sexuelle Ausbeutung zu reden. Britische und skandinavische Radiostationen spielen Jacksons Musik vorübergehend nicht mehr. Seine Fans verteidigen ihr Idol und zweifeln die Gesinnung von Filmemacher und Protagonisten an. Wo liegt die Wahrheit? Und wie wertvoll ist das Werk eines Genies, hinter dem womöglich ein Pädophiler stand? Diese Debatte reicht weit über Jackson hinaus. Immer häufiger werden Künstler wegen ihres privaten Verhaltens geächtet. Doch ist es richtig, das Böse und die Bösen aus der Kunst zu verbannen? Oder sind Kunst und Künstler gerade dann besonders anregend, wenn sie Grenzen überschreiten und Unaussprechliches aussprechen? Und was sagt der Ruf nach moralisch einwandfreier Kunst über unsere Gesellschaft aus? Der «Club» und «Leaving Neverland» sind am Samstag, 6. April 2019, ab 21.15 Uhr auf Play SRF verfügbar und werden am Dienstag, 9. April 2019, um 22.25 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt. Barbara Lüthi diskutiert mit: – Elisabeth Bronfen, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Universität Zürich – Regula Schwager, Psychotherapeutin, Ko-Leiterin von Castagna, Beratungsstelle für ausgebeutete Kinder und Jugendliche – Eric Facon, Kulturredaktor SRF – Ueli Meier, Gründer, Jackson-Fanklub Schweiz – Oliver Rosa, Musikmanager und Veranstalter «Swiss Music Awards» – Martin Wyss, Staatsanwalt, Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich für schwere Gewaltkriminalität

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