05.03.201911683 Ansichten

Wie gefährlich sind die IS-Rückkehrer?

Gegen 80 Dschihadisten aus der Schweiz befinden sich in Syrien. Ein Drittel davon hat einen Schweizer Pass. Die Anhänger der Terrorgruppe «Islamischer Staat» sollen in ihre Länder zurückgeschafft werden, forderte US-Präsident Trump. Was soll mit ihnen geschehen? Und was heisst das für die Schweiz?

Die USA müssten die Dschihadisten freilassen, wenn ihre Heimatländer sie nicht zurücknehmen würden, twitterte Trump vor einer Woche. Die Schweizer Justizministerin Karin Keller-Sutter lehnt die Übernahme von Schweizer IS-Angehörigen ab, die in Syrien interniert sind. Sie warnt vor Sicherheitsrisiken durch die Rückkehrer. Sie empfiehlt, gefangene IS-Kämpfer mit Schweizer Pass sollten in Syrien verurteilt werden. Damit entziehe sich die Schweiz der Verantwortung – und liefere ihre Bürger einem zweifelhaften Justizsystem aus, kontern andere. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) geht davon aus, dass sich aktuell rund zwanzig Personen – darunter Frauen und Kinder – mit Schweizer Bürgerrecht im syrisch-irakischen Konfliktgebiet aufhalten. Gesamteuropäisch spricht man von rund 800 Rückkehrern. Was ist mit ihnen zu tun? Haben sie als Söldner in fremden Diensten die Schweiz verraten und somit ihre Rechte verwirkt? Sind sie eine Gefahr für unser Land? Braucht es ein unabhängiges Tribunal, eingesetzt von der Uno, für die europäischen Rückkehrer? Oder ist es nicht gerade die Aufgabe der Justiz von demokratischen Ländern, diesen Menschen faire Prozesse zu garantieren? Wie bestraft, resozialisiert und deradikalisiert man sie? Die Diskussion im «Club» unter der Leitung von Barbara Lüthi mit: Kurt Pelda, Kriegsreporter, Journalist «Tages-Anzeiger» Ahmad Mansour, Islamismus-Experte, Psychologe, Buchautor «Generation Allah» Corina Eichenberger-Walther, Nationalrätin FDP/AG, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission Christoph Bertisch, Anwalt Ann Guenter, Reporterin «20 Minuten» Thomas Kessler, Integrationsexperte

Mehr von Club

Mehr aus Club

Auch interessant