13.01.20208120 Ansichten

Schwerpunkt zum CO2-Emissionshandel

Die Schweiz muss den CO2-Ausstoss verringern, will sie die Verpflichtungen aus dem Kyotoprotokoll einhalten. Das soll das Emissionshandelssystem (EHS) leisten. Bis heute aber hat es weitgehend versagt. Das könnte sich jetzt ändern.

Warum das Emissionshandelssystem versagt hat Die Schweiz muss den CO2-Ausstoss reduzieren, um die Verpflichtungen des Kyotoprotokolls zu erfüllen. Dazu hat es das Emissionshandelssystem (EHS) installiert. Doch der Gesetzgeber war viel zu grosszügig mit der Industrie und führte das System ad absurdum. Wie Holcim vom EHS profitiert Wie lax das EHS aufgestellt ist, zeigt sich am grössten Schweizer Emittenten von CO2. Der Zementherstellerin Holcim gelang es in den vergangenen Jahren, grosse Mengen an Gratiszertifikaten anzuhäufen. Diese liessen sich zu Geld machen. Die Erlöse will der Konzern einsetzen, um umweltfreundlicher zu werden. Aus einer Marktlenkungsabgabe wird damit eine Subvention. Was der Gesetzgeber sagt Sophie Wenger, Expertin für Emissionshandel im Bundesamt für Umwelt, hat den Gesetzgebungsprozess begleitet. Im Studio stellt sie sich den kritischen Fragen von Reto Lipp. Warum es besser werden könnte Seit dem 1. Januar nimmt die Schweiz am EHS der EU Teil. Die Preise für die Zertifikate sind in der EU deutlich höher, die Regeln werden ab 2021 deutlich strenger. Es besteht die Chance, dass das EHS endlich funktioniert und den Umbau der Industrie zu einer umweltfreundlicheren Produktion vorantreibt.

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