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08.10.20206892 Ansichten

Gorillas unter Stress

Über 1000 freilebende Berggorillas gibt es heute – und vor 40 Jahren waren es nur 250. Erfolgreicher Artenschutz, doch der hat einen Haken: Immer mehr Gorillas müssen sich den gleichen Lebensraum teilen. Es wird eng, und bei den Berggorillas steigt der Stress. Mit zum Teil verheerenden Folgen.

Ende 2018 ging eine grossartige Nachricht um die Welt. Die Zahl freilebender Berggorillas ist so hoch wie nie zuvor. Eine seltene Erfolgstory im Schutz bedrohter Tierarten. Doch die vermeintlichen «Good News» sind mit neuen Herausforderungen verbunden. Die letzten Berggorillas leben in nur zwei sehr kleinen Lebensräumen zwischen Ruanda, Uganda und dem Kongo – umringt von Gebieten, die eine der höchsten Bevölkerungsdichten Afrikas aufweisen. Abwandern können die Tiere nicht. Was passiert, wenn die Zahl der Berggorillas wächst, ihr Habitat aber nicht? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen fest, dass die Gorilla Gruppen heute deutlich häufiger aufeinandertreffen als früher. Und solche Begegnungen enden immer wieder in aggressiven und tödlichen Kämpfen. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen: Das Stress-Niveau der Tiere steigt messbar an. Wie viele Berggorillas sollen es werden? Und was, wenn ihr Stress weiter ansteigt? Artenschutz- und Expertenteams suchen Auswege aus dem Dilemma.

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