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Ökoakustik: Die Tonspur des Klimawandels

Wie tönt es im Boden? Wie klingt der Wald in einem trockenen Sommer? Ökoakustiker wie der Schweizer Klangforscher Marcus Maeder beschreiben mithilfe von Tonaufnahmen die Natur völlig neu. Der Klang wird zum Gradmesser eines Ökosystems. «Einstein» zeigt, welche Chancen die Ökoakustik eröffnet.

Wie tönt es im Boden? Insekten, die im Boden leben, machen Geräusche, wenn sie herumkrabbeln und fressen, und sie kommunizieren auch miteinander. Im Kunst- und Forschungsprojekt «Sounding Soil» macht Klangkünstler und Umweltwissenschaftler Marcus Maeder die Bodenorganismen hörbar. In dieser Sendung lässt Maeder «Einstein»-Moderator Tobias Müller in unterschiedliche Böden hineinhorchen, um den Lebewesen im Untergrund zuzuhören. Ökoakustik – Die neue Biodiversitätskontrolle Forscherinnen und Forscher nutzen Audioaufnahmen, um die Artenvielfalt in unterschiedlichsten Ökosystemen zu überwachen. Denn jedes Lebewesen – jedes Insekt, jedes Säugetier und jeder Vogel – kommuniziert auf seiner ganz eigenen Frequenz. Verändert sich demnach der Klang eines Biotops, gibt dies Aufschluss über dessen Zustand. Die Ökoakustik hat sich jedoch noch nicht überall durchgesetzt – in der Schweiz wird die neue wissenschaftliche Methode noch auf Herz und Nieren geprüft. Amazonas – Dem Klimawandel auf der Spur «Einstein» folgt dem Klangkünstler und Forscher Marcus Maeder nach Brasilien in den Amazonas – wo er dem Klimawandel im Regenwald zuhört und mithilfe der Ökoakustik den Zustand des Regenwaldes hörbar machen will.

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