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01.10.202015028 Ansichtenverfügbar bis 31.10.2020

Wie Tiere zu Städtern werden

Füchse in Zürich haben plötzlich Pfoten und Schädel wie Haustiere. Fische jagen Tauben. Insekten fliegen nicht mehr ins Licht. In kürzester Zeit passen sich Tiere und Pflanzen der Stadt an. Darwin wäre überrascht gewesen, wie schnell das geht. «Einstein» über erstaunlich flexible Stadtbewohner.

Seit 2017 leben erstmals mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Immer öfter entdeckt die Forschung nun, wie rasend schnell und clever sich Tiere und Pflanzen der Verstädterung ihrer Umwelt anpassen. So ist gar ein neues Forschungsgebiet entstanden: die Urbane Evolution. Tatsächlich zeigt sich, dass sich Tiere und Pflanzen innert weniger Jahrzehnte genetisch an die neue Umwelt anpassen können. Urbane Evolution in Extremis zeigt sich im US-Hafen von New Bedford. Die Fische überleben im durch PCB und Dioxin vergifteten Wasser nur, weil ihr Körper den Stoffwechsel radikal umgestellt hat. Eine Umstellung, die die Fische an die folgenden Generationen vererben. So können sie im eigentlich tödlichen Giftcocktail überleben. Auch in der Schweiz haben Forschende genetische Anpassungen entdeckt: Der Zürcher Stadtfuchs hat Punkte auf dem Fell, wie das nur Haustiere haben. Stadtfüchse in London haben gar eine kurze Schnauze wie Hunde. Diese Veränderungen gehen einher mit der Zahmheit, die die Füchse immer öfter an den Tag legen. Werden sie bald so zutraulich sein wie Haustiere? Wie die Füchse, die russische Forschende innert 60 Jahren gezüchtet haben? «Einstein» sucht den Zürcher Stadtfuchs und die fragt, was man tun kann, damit sich Tiere und Pflanzen trotz unaufhaltsam fortschreitender Verstädterung bei uns wohlfühlen.

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