02.08.201911530 Ansichten

Ramona Caduff, Degen im Lugnez GR

Ramona Caduff kocht nie mehr als fünf Mal das Gleiche. Das wäre sonst langweilig für sie. Auch beim Kochwettbewerb von «Eusi Landchuchi» probiert sie einige neue Kombinationen aus. Und für Ramona ist vor allem eines immer wichtig: Das Auge isst auch mit. Alle Teller müssen wunderschön aussehen. Als Ramona Caduff, 34, ihren Mann Edi kennenlernte, hat sich sehr vieles in ihrem Leben verändert: Edi hatte den Bauernhof von seinem Vater übernommen. So drückte Ramona nochmals die Schulbank und besuchte die Bäuerinnenschule Plantahof in Landquart. Dort entdeckte sie ihre Liebe fürs Kochen und für spezielle Kräuter und Planzen. Und so entstand die Basis für die heutige Lebenssituation von Ramona und Edi. Ob sie Holz aufs Maiensäss transportieren, die Geissen auf die Wiese rauslassen oder ob sie Kartoffel setzen: Sehr viele Arbeiten erledigen die beiden auf dem Hof gemeinsam. Speziell für die Landchuchi-Gäste bauen sie einen sogenannten «Lebensturm»: Auf dem Weg zum Apéro sollen die Gäste diesen Turm mit verschiedensten natürlichen Materialien füllen und so Lebenräume für diverse Nützlinge schaffen. So wird schlussendlich die biologische Vielfalt gestärkt. Ramona hat den ehemaligen Dorfladen zu einer Hofbeiz umfunktioniert. Hier kocht sie in den Wintermonaten jeweils an vier Tagen in der Woche. Und hier empfängt sie am Samstag auch ihre Landchuchi-Gäste zu ihrem grossen Wettbewerbsessen. Ramonas Tischdekoration verrät bereits alles über ihr Konzept in der Küche: Sie kocht mit einheimischen Produkten, wenn immer möglich vom eigenen Hof. Zum vierten Mal führen SRF, RTS und RSI einen gemeinsamen Kochwettbewerb durch: Damit entsteht ein spannender, kulinarischer Austausch über die Sprachgrenzen hinweg. Hauptaugenmerk ist in diesem Jahr die Biodiversität. In der fünften Folge dürfen wir der Rätoromanin Ramona Caduff in ihrer Küche über die Schulter schauen.

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