31.07.202022765 Ansichten

11. Juli 1949 – Bernard Thurnheer

Die dreiteilige «DOK»-Serie «Geboren am …» erzählt Geschichten von Menschen, die eines verbindet: Sie haben am gleichen Tag Geburtstag. Jede Folge steht für drei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese Folge mit Bernard Thurnheer, Margrit Freitag-Schoch und Ueli Schleuniger.

Geboren am gleichen Tag und im gleichen Jahr, aufgewachsen in derselben Generation: Die «DOK»-Serie «Geboren am …» geht in die vierte Runde. Herkunft, Schicksal, Talent: Die Serie zeigt auf, wie familiäre, gesellschaftliche, aber auch wirtschaftliche Entwicklungen auf Pläne und Träume eingewirkt haben. «Beni National»: Der legendäre Schweizer Sportreporter und Samstagabend-Showmaster aus Winterthur gibt Einblick in sein Leben. Was hat ihn geprägt? Welche Weichen hat das Schicksal gestellt? Aufgewachsen ist Beni Thurnheer zweisprachig, dank seiner welschen Mutter. Erst als Fünfjähriger beginnt Bernard Deutsch zu sprechen. Und was der Röstigraben mit roten Unterhosen zu tun hat, das hat Beni als Kind im Turnunterricht schmerzlich erfahren müssen. Vom Nachwuchstalent zum grossen Samstagabend-Showmaster: Beni Thurnheer ist so einiges gelungen im Leben. Bei «Geboren am …» wirft er aber auch einen Blick zurück auf seine grösste private Niederlage abseits vom Scheinwerferlicht. Für Margrit Freitag-Schoch stand der Start ins Leben unter keinem guten Stern. Gleich nach der Geburt wird sie der Mutter weggenommen. Der Vater gilt als Taugenichts, die Mutter als überfordert. Zusammen mit ihren Geschwistern wächst sie bei Pflegeeltern auf, bis der leibliche Vater seine Kinder zurückfordert. Der Beginn einer Leidensgeschichte, in der sich Margrit am Ende durchsetzen kann. Überhaupt ist Margrit Freitag-Schoch nicht leicht unterzukriegen. Als ledige Mutter findet sie eine Stelle als Kassierin und startet eine eindrückliche Karriere am Laufband, die sie bis in die Teppichetage der Aus- und Weiterbildung führt. Ueli Schleuniger, der dritte im Bunde, lässt sein Leben als erfolgreicher Unternehmensberater Revue passieren. 1952 zieht er mit seiner Familie nach Québec, wo der Vater als Elektroingenieur Arbeit findet. Die Familie gerät mitten in den anglo-frankophonen Konflikt, der später in der Stillen Revolution gipfelt: in Bombenanschlägen und Banküberfällen, die sich vorwiegend gegen die englischsprachige Minderheit richtet. Ueli spricht Englisch, weshalb er als Kind hautnah miterlebt, was Ausgrenzung bedeutet. Heute engagiert er sich für Flüchtlinge und kämpft unermüdlich gegen die bittere Realität an den europäischen Grenzen an.

Mehr von Geboren am

Mehr aus der Sendung

Auch interessant