25.11.20213239 Ansichten

mit Autorin und Kolumnistin Shqipe Sylejmani

Die kosovarisch-schweizerische Autorin Shqipe Sylejmani ist ein Musterbeispiel einer perfekt integrierten Migrantin. Dennoch hat auch sie in ihrer Jugend mit Schwierigkeiten gekämpft. Die Erwartungen aus zwei verschiedenen Kulturkreisen zu erfüllen, wurde für die junge Frau zum Spiessrutenlauf.

Als 4-Jährige kam die in Pristina geborene Shqipe Sylejmani in die Schweiz. Und fand sich wie so viele Migrantenkinder in einem Spannungsfeld wieder. Im Streben, sich sofort in der neuen Umgebung zurechtzufinden, wurde der Bezug zu den Werten ihrer Familie und ihrer alten Heimat schwächer. Im Buch «Bürde und Segen» verarbeitet die 32-Jährige mittels einer an ihre Biografie angelehnten Romanfigur ihre Erlebnisse und begibt sich auf Spurensuche ihrer Wurzeln im Kosovo. Auch als Kolumnistin beschäftigt sich Sylejmani mit ihrer Herkunft und thematisiert das schweizerisch-kosovarische Verhältnis zwischen Klischees, Missverständnissen und Ressentiments. Ist der einst sehr schlechte Ruf der kosovarischen Diaspora in der Schweiz durch Figuren wie die Fussballstars Xherdan Shaqiri oder Granit Xhaka besser geworden? Wie steht man im Kosovo selbst zu den «Schatzis» genannten Landsleuten, die im Ausland ihr Glück gefunden haben und ihren Reichtum teilweise offen zur Schau tragen? Und treffen kosovarische Frauen bei ihren Emanzipationsbemühungen immer noch auf grosse Widerstände?

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