30.10.20194835 Ansichten

Kämpfen für eine bessere Welt

Schriftsteller Lukas Bärfuss erhält den renommierten Georg-Büchner-Preis – und viel Lob für sein «politisches Krisenbewusstsein» und seine «Gesellschaftsanalyse». Auch David Höner engagiert sich stark. Weltweit kämpft der frühere Koch für Frieden und gegen Armut. Zwei Schweizer mit filmreifen Leben.

David Höner – Kochen für den Frieden David Höner ist ein Idealist: Einer, der an die kleinen Gesten glaubt, welche die Welt besser machen können. Er war Küchenchef, wurde arbeitslos und musste sich neu orientieren. Seine aus der Not geborene Idee: Mit Kochen und Essen Menschen an einen Tisch bringen – und so in Krisengebieten Konfliktparteien versöhnen. Seit vierzehn Jahren verfolgt der Schweizer dieses Ziel. Mit seiner Organisation «Cuisine sans frontières» geht er an entlegene Orte: Sie können in Afrika genauso liegen wie in Südamerika oder im arabischen Raum. Aber auch in der Schweiz engagiert sich Höner. In Zürich kochen Mitarbeitende einmal im Monat mit Flüchtlingen und versuchen dabei, den Austausch über Sprachbarrieren oder Konfliktherde hinweg anzustossen. Was kann dieses gastrokulturelle Engagement zur Entschärfung sozialer Brennpunkte tatsächlich beitragen? Lukas Bärfuss – Ehre für furchtloses Schreiben Lukas Bärfuss ist ein unbequemer Schriftsteller und gerade deshalb eine gewichtige Stimme. Davon zeugt die neueste Auszeichnung: der prestigeträchtige Georg-Büchner-Preis, den er anfangs November entgegennehmen darf – als erst vierter Schweizer Literat nach Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Adolf Muschg. In ihrer Begründung streicht die Jury nicht zuletzt den besonderen Stil und die «psychologische Sensibilität» in Bärfuss’ Texten heraus. Wie passt das zusammen: der politische Berserker und der feinsinnige Beobachter? Das will «Kulturplatz» wissen und traf dazu Menschen aus Literatur, Theater und – kurz vor der Verleihung des Preises – den Autor selber.

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