23.05.20203131 Ansichten

Kulturplatz extra: Allein im Museum – Mit Patti Basler im Landesmuseum Zürich

Wegen Corona waren die Museen zwei Monate lang geschlossen. Im Landesmuseum Zürich musste die Vernissage der Schau «Nonnen. Starke Frauen im Mittelalter» verschoben werden. Kuratorin Christine Keller gewährte der Satirikerin Patti Basler während des Shutdowns exklusive Einblicke. Am 14. März mussten alle Theater, Kinos und Museen in der ganzen Schweiz aufgrund der Coronavirus-Krise schliessen. Seit dem 11. Mai dürfen zumindest Museen wieder Besucherinnen und Besucher empfangen. Im Landesmuseum kann man nun erfahren, welche Chancen Frauen im Mittelalter hatten, wenn sie ins Kloster gingen. Eigentlich war die Vernissage der Ausstellung «Nonnen. Starke Frauen im Mittelalter» für Mitte März geplant. Doch drei Tage vor der offiziellen Eröffnung kam der Shutdown. Die Chance, die jungfräuliche, fertig aufgebaute Schau im Dornröschenschlaf zu besichtigen, bot sich der Satirikerin Patti Basler. Kuratorin Christine Keller empfing die Bühnenfrau zu einer Privatführung und weihte sie in das faszinierende Leben der Nonnen im Mittelalter ein. Denn diese waren nicht bloss Frauen, die mit Gott verheiratet waren, Tag und Nacht beteten und ein asketisches Dasein führten. Das Kloster ermöglichte ihnen Bildung, Absicherung und sozialen Aufstieg. Statt ein hartes, dem Mann untergeordnetes Leben ausserhalb der Klostermauern zu führen, erlangten Nonnen teilweise ungeahnte Macht. Beispielsweise wurde Zürich anno dazumal von einer Frau regiert. Zu den starken Frauen im Mittelalter gesellten sich während des Shutdowns also zweit weitere starke Frauen und ein reduziertes TV-Team. Die kleine Gruppe respektierte bei diesem höchst interessanten Rundgang die vom Bund verordnete Distanz.

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