25.08.20212942 Ansichten

Kunst im Freien, befreite Kunst

Kunst im Freien boomt, die heimischen Land Art- und Skulpturen-Ausstellungen verzeichnen seit Jahren steigende Besucherzahlen. Das hilft der Kunst wie auch dem Tourismus. «Kulturplatz» erkundet die Triennale «Bad Ragartz» im sankt-gallischen Kurort und trifft dort auf den Kunstfan Michael von der Heide.

Land Art selbst gemacht Land-Art-Ausstellungen gibt es in der Schweiz mittlerweile etliche. Auch die «Twingi Land Art» im Walliser Binntal ist seit 14 Jahren eine feste Grösse. Sie zieht jeden Sommer viele Interessierte an und ist damit ein touristischer Faktor im Landschaftspark. Nun will man das Publikum zum Mitmachen anregen. Über QR-Codes lassen sich kleine künstlerische Aufgabestellungen mit Anleitung downloaden. Die Instant-Produktionen können anschliessend fotografiert und auf eine Website hochgeladen werden. Land Art für alle also. Land Art: von der Rebellion zum Engagement Landschaft, Natur, ja der ganze Planet Erde als bespielbare Fläche: Seit mehr als fünf Dekaden beflügelt dieser Gedanke Kunstschaffende zu imposanten Werken im Freien. Avantgardisten wie Robert Smithson und Michael Heizer bewegten Tonnen von Erdmaterial, um künstlerische Ausrufezeichen in die Landschaft zu setzen und den Kunstmarkt zu düpieren. «Kulturplatz» erzählt die Entwicklung von der rebellischen Land Art zu einer soziokulturellen Kunstrichtung, sichtbar an der «Land Art Mongolia» genauso wie an der heimischen «Art Safiental». Tipps für Kunst im Freien noch bis zum Herbst Môtiers im Kanton Neuenburg lockt mit seiner «Art en plain air», die über 40 Kunstwerke umfasst. Im Hungerbodenwald bei Engelberg ist ein Land Art Pfad zu entdecken, mit Werken, die ausschliesslich aus natürlichen Materialien bestehen. Nahe Winterthur bietet der Kulturort Galerie Weiertal einen Skulpturengarten unter dem Motto «Idylle und Künstlichkeit». Einen Sonderfall stellt schliesslich der Skulpturenpark des Klosters Schönthal in Baselland dar, denn er ist ganzjährig zugänglich und beheimatet Skulpturen, die dort ihren dauerhaften Standort gefunden haben.

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