10.02.20218187 Ansichten

Stigma Einsamkeit

Ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer fühlt sich einsam. Doch fast niemand redet darüber. Denn Einsamkeit bedeutet auch Scham. Sie isoliert und Corona verstärkt diese Isolation noch. Wie sieht Einsamkeit heute aus und wie können wir damit umgehen? «Kulturplatz» über ein Tabu unserer Zeit.

Einsamkeit – Ein Fluch unserer Zeit In Zeiten, in denen «soziale Distanz» ein Solidaritätszeichen ist, hat die Einsamkeit Hochkonjunktur. Doch schon vor der Pandemie war sie weit verbreitet. 2017 sagte mehr als jede dritte Person in der Schweiz über sich selbst, sie fühle sich einsam. Die Briten schufen 2018 ein Ministerium für Einsamkeit. Die britische Professorin und Ökonomin Noreena Hertz ist davon überzeugt, dass wir in einem Zeitalter der Einsamkeit leben. Auch in der Kunst ist das Thema angekommen: Die deutsche Autorin Thea Dorn liefert dazu den Roman der Stunde, «Trost», eine Geschichte von Abschied und Einsamkeit. «Kulturplatz» zeigt, wo die Einsamkeit besonders stark verbreitet ist und welche Initiativen und Projekte es gibt, um zu helfen. Chopin – Briefe an seinen Geliebten Auch er war wohl ziemlich einsam, denn vieles deutet darauf hin, dass die grosse Liebe von Polens «Nationalheiligem» Frédéric Chopin ein Mann war. Radio SRF 2 Kultur Musikredaktor Moritz Weber stiess während des ersten Corona-Shutdowns auf zahlreiche Ungereimtheiten in einer Chopin-Briefesammlung. Seine Recherchen lösten weltweite Reaktionen aus. Und das Chopin-Institut in Warschau gab sich empört. Denn in Polen wettert momentan die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit PiS gegen Abtreibungen, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Frag Nicht – Die Basler Band feiert ihre neue Platte im «Kulturplatz» Die Basler Band «Frag Nicht» musste zweimal ihren Auftritt zur Taufe der neuen Platte absagen. Dabei hätten sie mit dem Song «Eisberg» einen spielerischen, witzigen Kommentar zur Klimaveränderung parat. Gepaart mit einem Sound, der an Bands der Neuen Deutschen Welle erinnert. Nun zeigen sie im «Kulturplatz», was eigentlich für die Clubs geplant war.

Mehr von Kulturplatz

Mehr aus der Sendung

Auch interessant