24.11.20212790 Ansichten

Tod, Trauer, Trost

Der Tod ist die grösste Zumutung an das Leben, ein regelrechter Skandal. Für viele Menschen bietet die Religion Trost. Wie sieht jedoch ein aufgeklärter Umgang mit der Sterblichkeit aus? «Kulturplatz» zeigt Wege des Trostes jenseits von religiösen Deutungsmustern.

Louise Brown ist Journalistin und Trauerrednerin. In ihrem Buch «Was bleibt, wenn wir sterben?» schildert sie ihre berührenden Erfahrungen in den Gesprächen mit Angehörigen von Verstorbenen. Die Autorin Melanie Katz wiederum bietet Dichterinnen und Dichter auf, die für einsam Verstorbene Gedichte verfassen und vorlesen. Einen künstlerischen Umgang mit dem Tod findet der «Sprayer von Zürich» Harald Nägeli. Wie der unbeugsame «Utopist» selbst mit Sterben und Tod umgeht, erzählt ein Dokumentarfilm. In der Filmgeschichte wimmelt es nur so vom Tod. Sei es in Actionfilmen, Thrillern oder Horrorfilmen – überall wird gestorben was das Zeug hält. Manchmal kann Sterben im Film aber auch umwerfend komisch sein. Tränen lachen statt Weinen – im Kino ein bewährtes Rezept. Die junge Konzept-Designerin Viviana Leida Leonhardt befasst sich seit Jahren künstlerisch mit dem Tod. Sie will ihre Generation anregen, sich mit der Endlichkeit zu beschäftigen. Mit einem Podcast auf Instagram schafft sie ein zeitgenössisches Mahnmal der Vergänglichkeit. «Endlich Sein» heisst ihr Format.

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