02.03.202117164 Ansichten

Frauen lesen: Evaristo, Tolentino, Ditlevsen und Grigorcea

Nicola Steiner, Martin Ebel, Milo Rau und – als Gast – die Schauspielerin Ursina Lardi diskutieren über «Mädchen, Frau etc.» von Bernardine Evaristo, «Trick Mirror» von Jia Tolentino, «Kopenhagen-Trilogie» von Tove Ditlevsen sowie «Die nicht sterben» von Dana Grigorcea.

Die britische Autorin Bernardine Evaristo wird derzeit für ein literarisches Gesellschaftskaleidoskop gefeiert. Ihr Roman, «Mädchen, Frau, etc.», der das Leben ganz unterschiedlicher Schwarzer Frauen in London beschreibt, wurde 2019 mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet. Das Internet als Hort der Selbstdarstellung beschreibt die junge US-amerikanische Autorin Jia Tolentino. In ihren hochgelobten Essays beschäftigt sie sich mit der Freiheit, die das Netz einst versprach – und den heutigen Auswüchsen medialer Inszenierung, die gefördert werden, weil sie hochprofitabel sind. In Dänemark ist Tove Ditlevsen seit vielen Jahren eine bekannte Schriftstellerin und Schullektüre, im deutschsprachigen Raum ist sie jetzt neu zu entdecken. Nun erscheint ihre Kopenhagener Trilogie, in der sie ihr eigenes Leben poetisch-intensiv beschreibt, von der Kindheit bis zum Suizid. Die schweizerisch-rumänische Schriftstellerin Dana Grigorcea zeichnet in ihrem neuen Roman «Die nicht sterben» ein Porträt der rumänischen postkommunistischen Gesellschaft. Darin kehrt eine junge Bukarester Malerin nach ihrer Zeit in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit im rumänischen Transsilvanien zurück. Die Bücher der Sendung sind: – Bernardine Evaristo: «Mädchen, Frau etc.», Tropen, 2021; – Jia Tolentino: «Trick Mirror. Über das inszenierte Ich». S. Fischer, 2021; – Tove Ditlevsen: «Kindheit»/«Jugend»/«Abhängigkeit». Aufbau, 2021; und – Dana Grigorcea: «Die nicht sterben». Penguin, 2021. Gast der Sendung ist die Schauspielerin Ursina Lardi.

Mehr von Literaturclub

Mehr aus der Sendung

Auch interessant