30.06.202010930 Ansichten

Schlechte Zeiten, gute Bücher – Der «Literaturclub» im Juni

Nicola Steiner, Laura de Weck, Milo Rau und – als Gast – der Dialektologe Christian Schmid diskutieren über «Die Parade» von Dave Eggers, «Danach» von Rachel Cusk, «Nach der Flut das Feuer» von James Baldwin, «Alpefisch» von Andreas Neeser sowie «Tage mit Felice» von Fabio Andina. Der US-amerikanische Bestseller-Autor Dave Eggers hat eine Parabel über Zusammenarbeit geschrieben. Darin müssen zwei höchst unterschiedliche Männer eine Strasse in einem von Konflikten erschütterten Land bauen. Mit «Danach. Über Ehe und Trennung» verarbeitet Rachel Cusk den Konflikt mit ihrem Ehemann literarisch. Dieser Text, eine Mischung aus Essay und Memoir, machte sie beim Erscheinen 2012 zur «meistgehassten Schriftstellerin Englands». «Nach der Flut das Feuer» ist ein klassischer Essay über strukturellen Rassimus, noch immer hochaktuell. Damit schrieb sich James Baldwin vor über 50 Jahren in die Geschichte der schwarzen Bürgerrechtsbewegung ein. Mit «Alpefisch» hat der Schweizer Schriftsteller Andreas Neeser erstmals einen Roman in Mundart verfasst. Es ist eine Geschichte über eine zum Scheitern verurteilte, junge Liebe. «Tage mit Felice» folgt einem alten Mann eine Woche lang in dessen so geheimnisvollen wie genügsamen Alltag im Bleniotal. Damit legt der Tessiner Autor Fabio Andina einen entschleunigenden Roman vor. Die Bücher der Sendung sind: – Dave Eggers: «Die Parade». Kiepenheuer und Witsch, 2020; – Rachel Cusk: «Danach. Über Ehe und Trennunng». Suhrkamp, 2020; – James Baldwin: «Nach der Flut das Feuer». dtv, 2019; – Andreas Neeser: «Alpefisch». Zytglogge, 2020; und – Fabio Andina: «Tage mit Felice». Rotpunkt, 2020. Gast der Sendung ist der Mundartexperte Christian Schmid.

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