20.10.20203563 Ansichten

Jeder Quadratmeter zählt – Mission B rechnet ab

Das massive Artensterben von Tieren und Pflanzen aufhalten und gemeinsam Fläche für die Natur zurückgewinnen: Das setzte sich SRF Mission B zum Ziel – und schaut nun zurück. Was hat die Schweiz in den letzten eineinhalb Jahren erreicht?

Biodiversität bedeutet Vielfalt des Lebens. In Milliarden von Jahren hat sie sich entwickelt und umfasst alle Pflanzen- und Tierarten sowie alle Ökosysteme. Diese Vielfalt ist überlebenswichtig, denn sie sorgt für sauberes Wasser, Nahrung, Sauerstoff und medizinische Wirkstoffe; sie beschützt die Menschen vor Katastrophen und bietet ihnen einen Erholungsraum. In der Schweiz steht es besonders schlecht um die Biodiversität. Etwa 40 Prozent aller hier natürlich vorkommenden Säugetier- und Vogelarten gelten als bedroht, bei den Amphibien und Reptilien sind es sogar 75 Prozent. Fast jede dritte Blütenpflanze steht mittlerweile auf der Roten Liste bedrohter Arten. Der Blick zurück Mission B setzte sich zum Ziel, gemeinsam mit dem Publikum möglichst viele Quadratmeter biodiverse Fläche der Natur zurückzugeben. SRF, RTS, RSI und RTR nahmen sich vor, die Problematiken und Hintergründe zum Rückgang der Biodiversität in der Schweiz aus wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht zu beleuchten. Im Fernsehen, Radio und auf den sozialen Kanälen hat die Redaktion von Mission B, zusammen mit einer Vielzahl an Aktionspartnerinnen und -partnern, gezeigt, wie möglichst viel neue biodiverse Fläche geschaffen werden kann. Nach eineinhalb Jahren folgt nun der Blick zurück: Wie viel biodiverse Fläche hat Mission B der Natur zurückgegeben? Moderatorin Angela Haas stellt Projekte für mehr Biodiversität vor. Pionierinnen und Pioniere im Porträt Über 5000 Projekte von Privatpersonen, Gemeinden, Städten, Organisationen oder Vereinen gingen ein. Ein Quadratmeter aus lauter einheimischen Blumen auf einem Wohnungsbalkon oder eine ganze Dachbegrünung einer Firma – die Bandbreite und Kreativität der Projekte kennt kaum Grenzen. Zusammen erreichte die Schweiz dank Mission B fast zwei Millionen Quadratmeter biodiverse Fläche. Dazu trug auch Landwirt Guido Häfliger bei. Er hatte mit dem Thema Biodiversität nur wenig am Hut. Heute freut er sich über jeden Schmetterling, jeden Vogel und jeden Igel, die sich auf seinem Betrieb in Willisau LU neu ansiedeln. Im letzten Jahr schaffte er über 2000 Quadratmeter neue und biodiverse Fläche. Für mehr Biodiversität setzt sich auch das Ehepaar Rossel ein. In Homburg TG holen sie auf ihrem Grundstück einen 90 Meter langen Bach wieder ans Tageslicht zurück. Ein Jahr später bringt dieses neu geschaffene Naturparadies eine Vielzahl von Amphibien und einheimischen Pflanzen zurück. Und der Liedermacher Andrew Bond schreibt für Mission B das Lied «En Egge Natur», damit Kinder die Natur mit allen Sinnen entdecken und lernen, dass schon kleine Taten Wunder bewirken. Der Blick nach vorn Ende Oktober geht das Engagement zu Mission B seitens SRF planmässig zu Ende. Die Arbeit für den Erhalt der Biodiversität geht weiter und SRF übergibt Mission B als Projekt an den Verein Festival der Natur. Der Schweizer Dokumentarfilm «Biodiversität in Gefahr – Was tun?» von Michèle Sauvain beschliesst den Themenabend.

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