09.06.202117842 Ansichten

Einsatz im Steilhang

Forstwarte arbeiten bei Wind und Wetter in unzugänglichem Gelände mit schwerem Gerät. Ist es der härteste Beruf der Schweiz? Ganz sicher ist es der gefährlichste, das zeigt die Statistik. Mona Vetsch ist mit Walliser Forstwarten unterwegs – in den steilen Hängen des Schutzwalds.

Mona Vetsch begleitet die beiden Forstwarte Maik Huber und Mario Zeiter dabei, wie sie den Schutzwald pflegen und erhalten. Da das Gelände im Wallis derart steil ist, wird ein Helikopter eingesetzt um die Bäume auszufliegen. Eine der wichtigsten Grundregeln in der Forstwirtschaft: Nie allein im Wald arbeiten. Zur Sicherheit, denn in keinem anderen Beruf passieren laut Suva so viele Unfälle. Mario hat selbst eine Narbe im Gesicht. Ein Unglück mit einer Motorsäge. «Jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel schaue, werde ich daran erinnert», sagt er. Ein Bergkanton wie das Wallis könnte ohne Wald nicht existieren. Der Schutzwald schützt Dörfer, Strassen und Eisenbahnlinien vor Gefahren wie Lawinen und Erdrutschen. Doch nun ist der Schutzwald selbst in Gefahr. Durch Trockenheit, Borkenkäfer und Hirsche, die alles abfressen. Letztes Jahr war es besonders schlimm mit dem Borkenkäfer. Die Mitarbeiter von «Forst Aletsch» mussten Hunderte von Bäumen fällen und entrinden. «Es geht 30 bis 40 Jahre bis hier wieder ein mannshoher Baum steht», erzählt Forstwart Maik. Um vom Käfer befallene Bäume einfacher zu finden, wird nun eine neue Methode getestet: Mit einem Spürhund machen die Forstwarte Jagd auf den Borkenkäfer.

Mehr von Mona mittendrin

Mehr aus Mona mittendrin

Auch interessant