12.01.20215084 Ansichten

Q&A zu «Mona Vetsch im Brockenhaus - Leben mit Sozialhilfe»

«Mona mittendrin im Brockenhaus - Leben mit Sozialhilfe» hat für rege Diskussionen in unseren Kommentarspalten gesorgt. Hier diskutiert Mona zusammen mit der Protagonistin Sandra über eure Fragen, Kommentare und Anregungen.

Link zum Film: https://www.srf.ch/play/tv/mona-mittendrin/video/im-brocki-der-zweiten-chance?urn=urn:srf:video:ce888a47-90da-4f70-9deb-7660884939e0 Mehr zum Thema des Films: Was passiert, wenn man einen Job sucht aber einfach keinen findet? Die Menschen, die Mona Vetsch im Brockenhaus Arche trifft wissen es. Sie sind ausgesteuert und leben von der Sozialhilfe. Ein Glück, dass im «Arche Brocki» nicht nur Gegenstände sondern auch Menschen eine zweite Chance erhalten. Früher arbeitete Rolf als Verkaufsleiter, bewohnte eine Attikawohnung und verdiente top. Heute hat er über 100'000 Franken Schulden und sortiert im Arbeits- und Sozialintegrationsprojekt Arche Küchenutensilien. Dabei erzählt er Mona Vetsch, die ihm beim Anschreiben der Preise hilft, vom Burnout, das ihn nicht nur finanziell an Grenzen brachte. Knapp bei Kasse ist Ende Monat manchmal auch Sandra. Die 38-jährige ist alleinerziehend, hatte vor zwei Jahren einen Unfall und verlor auf dem regulären Arbeitsmarkt den Tritt. «Früher habe ich gedacht, Sozialhilfeempfängerinnen seien zu faul zum Arbeiten. Heute bin ich selber eine», sagt Sandra. Für Alleinerziehende, Ausländer oder Menschen über Fünfzig ist ein Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt besonders schwierig. In der Brocki-Warenannahme geht Mona auch dem 59-jährigen Gerry zur Hand. Die Hoffnung, eines Tages von der Sozialhilfe los zu kommen, hat Gerry praktisch aufgegeben. Vor sieben Jahren hat er den Job verloren und seither hunderte von Bewerbungen geschrieben. Erfolglos. Trotzdem: «Die Hoffnung stirbt zuletzt!», sagt er. Und immerhin sei er ja nun in der Arche gelandet und auch sonst biete das Leben für Sozialhilfeempfänger Schönes. Die Begegnungen im «Arche-Brocki» geben Mona zu denken. Es kann Jede und Jeden treffen. Man verliert den Job, findet keinen neuen mehr und plötzlich steht man am Rand der Gesellschaft. Was Mona nach drei Tagen ebenso mitnimmt: Wie viele Vorurteile es gegenüber Sozialhilfebezügerinnen und Sozialhilfebezügern immer noch gibt. Und dass die Menschen in Institutionen wie der Arche viel mehr erhalten als einfach einen Job. Nämlich Wertschätzung, eine Aufgabe und das Gefühl dazuzugehören.

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