24.08.202139842 Ansichten

Die Waldmenschen von Bern: Asoziale Aussteiger oder Freigeister?

Im Bremgartenwald leben zurzeit fünf Männer, die sogenannten Berner Waldmenschen. Ihre Lebensform polarisiert. Handelt es sich um asoziale Schmarotzer oder Freigeister, die unsere Gesellschaft gar bereichern? Was trifft zu? Um das herauszufinden, zieht rec.-Reporter Donat Hofer in die Wald-WG.

Viel Gepäck hat Reporter Donat beim Einzug nicht dabei. Zelt, Schlafsack, die Kamera natürlich und Bratwürste - als Mitbringsel für die Waldbewohner. Unter anderem sind das «Chrütli» und Urs, die beiden führen den Reporter sogleich ins Waldleben ein. Dazu gehört auch, wo und wie man in freier Natur seine Notdurft verrichtet. Zwar leben sie am Rande der Gesellschaft, doch auch hier gelten klare Regeln fürs Miteinander. Chrütli lebt bereits 10 Jahre illegal im Wald. Der gelernte Bereiter stand kurz vor einem Burnout, als er sich bewusst aus dem gängigen System zurück und in den Wald zog, wie er dem Reporter erzählt. Sehr zum Ärger der Waldburger, auf dessen Boden Chrütli und eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten wild campierte. Die verhängten Bussgelder hat Chrütli zwar im Gefängnis abgesessen, ist aber gleich wieder in den Wald gezogen. Um den Streit zu schlichten, hat die Stadt Bern den Waldmenschen einen Flecken Erde zur Verfügung gestellt. Wem gehört der Wald? Was bedeutet eine solche Lebensform für unsere Gesellschaft; was gibt und was nimmt sie uns? Diesen Fragen geht Donat hartnäckig nach. Als er sich von Chrütli und Urs verabschiedet und aus dem Wald wieder herauskommt, hat er eine Antwort gefunden.

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