24.11.20211794 Ansichten

Q&A zur Reportage «Im Hungerstreik»

Über eure Reaktionen zur Reportage «Im Hungerstreik – Wie weit gehen Aktivist:innen für den Umweltschutz?» haben wir uns sehr gefreut. Im Q&A geht Reporter Simon Reinker auf eure Rückmeldungen ein.

Die Verzweiflung ist gross bei den Klimaaktivist:innen. Seit Jahren fordern sie, dass der Klimanotstand ausgerufen und Sofortmassnahmen zum Stoppen der Erderwärmung ergriffen werden. Um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen, greifen sie zu immer extremeren Mitteln. Rec.-Reporter Simon Reinker begleitet verschiedenen Klima-Gruppierungen bei ihren Aktionen und trifft dabei auf Hungerstreikende. An der Klimademonstration in Bern lernt er den 20-jährigen Rumen Grabow kennen, der ankündigt in Berlin in den unbefristeten Hungerstreik zu treten: «Das ist nicht lustig was wir hier machen. Wir haben alles versucht. Der Hungerstreik ist unser letztes Mittel um den Politiker: Innen zu zeigen, dass wir es ernst meinen.» Nach 24 Tagen ohne essen bricht er und seine sechs Mitstreiter: Innen die Aktion ab. Die Forderung nach einem Gespräch mit den Kanzlerkandidat: Innen wurde ignoriert. Zwei der Aktivisten gehen jedoch weiter in einen Durststreik und erreichen damit eine Teilforderung. Henning der insgesamt 27 Tage Teil der Protestaktion vor dem Reichstagsgebäude war, verbringt die nächsten drei Tage auf der Intensivstation. Trotzdem ist er der Meinung, das Hungern hat sich gelohnt: «Wir haben die Ignoranz der Politiker: Innen gebrochen und haben nun tatsächlich ein Gespräch mit dem Kanzlerkandidat Olaf Scholz zum Thema Klimanotstand.» Am 1. November geht in der Schweiz der dreifache Familienvater Guillermo Fernandez in den unbefristeten Hungerstreik. «Ich möchte, dass meine Kinder eine Zukunft haben – und dafür kämpfe ich. Denn das ist die Aufgabe von uns Eltern.», meint der IT-Berater entschlossen. Seinen Streik auf dem Bundesplatz beendet er erst, wenn die Bundesrätin des Departements für Umwelt Simonetta Sommaruga die Bundesversammlung über die aktuelle Klimanotlage informiert. Dafür ist er bereit zu sterben, denn: «In einem Kampf sterben oft auch Menschen. Das gehört dazu.» Wie weit gehen Aktivist:Innen fürs Klima und sind ihre extremen Mittel dazu legitim? Dieser Frage geht Reporter Simon Reinker nach.

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