Rückkehr in den Südlibanon – zwischen Hoffnung und Angst
Die Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat einige der im Libanon Vertriebenen zu einer Rückkehr in den Süden des Landes bewegt. Und doch bleibt die Lage fragil: Beide Seiten werfen sich Verstösse gegen die Waffenruhe vor. Immer wieder gibt es gewaltsame Zwischenfälle und Angriffe. Verkündet wurde die um drei Wochen verlängerte Waffenruhe von US-Präsident Donald Trump. Die israelische Armee darf sich laut der Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber «offensive» Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen. Weite Teile im Süden Libanons sind stark zerstört. Israel hat im Konflikt mit der Hisbollah Angriffe im gesamten Libanon, aber schwerpunktmässig im Süden unternommen, wo das Land eine «Sicherheitszone» errichtet hat. Kritikerinnen und Kritiker sprechen von einer illegalen Besatzung und möglichen Kriegsverbrechen.