Punta Marina kämpft mit Pfauen-Problem
Eine Pfauen-Invasion belastet den Urlaubsort Punta Marina an der norditalienischen Adriaküste. Rund 120 freilebende Pfauen haben sich dort angesiedelt und sorgen für Unmut bei den Bewohnerinnen und Bewohnern. Während Touristinnen und Touristen die Tiere filmen und fotografieren, klagen Einheimische über Lärm, Kot und zerkratzte Autos. Woher die Tiere ursprünglich stammen, ist unklar. Fachleute gehen davon aus, dass einzelne Pfauen vor mehr als zwölf Jahren aus privaten Haltungen entlaufen oder ausgesetzt worden waren. Zunächst lebten sie vor allem auf dem Gelände einer ehemaligen Ferienanlage der italienischen Luftwaffe. Nach Umbauarbeiten breiteten sie sich jedoch zunehmend im Ort aus. Während der Corona-Pandemie nahm ihre Zahl offenbar weiter zu. Erschwert wird die Situation durch ungeklärte Zuständigkeiten. Die Provinzpolizei bezeichnet die Tiere als herrenlos. Frühere Fangversuche seien gescheitert. Unklar ist bisher auch, wer mögliche Massnahmen finanzieren soll. Nun will die Gemeinde die Pfauen erstmals offiziell zählen – und bittet die Menschen, die Tiere nicht mehr zu füttern.