Evakuierung über Teneriffa
Das von einem Ausbruch des Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff ist Live-Aufnahmen des spanischen Fernsehens zufolge in den Hafen Granadilla der Insel Teneriffa eingefahren. Von dort aus sollen die Menschen an Bord in ihre Heimatländer ausgeflogen werden. Dann endet für die knapp 150 Menschen an Bord des niederländischen Schiffs Hondius eine 40-tägige Odyssee, die am 1. April in Ushuaia im Süden Argentiniens begann. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte. Wenn die Ausschiffung abgeschlossen ist, soll die Hondius mit einer Restbesatzung ihre Fahrt in die Niederlande fortsetzen. Die Desinfektion des Schiffes erfolge in Absprache mit den Niederlanden erst dort. Hantaviren werden üblicherweise durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen. Bei dem aktuellen Ausbruch geht es um den sogenannten Andes-Typ, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch bereits in der Vergangenheit in Einzelfällen dokumentiert wurde.