Proteste in Kuba wegen anhaltender Energiekrise
«Wir haben absolut kein Heizöl und absolut keinen Diesel», sagt der kubanische Energieminister Vicente de la O Levy in den staatlichen Medien. Die Hauptstadt Havanna erlebt die schwersten Stromausfälle seit Jahrzehnten. Das Stromnetz werde derzeit ausschliesslich mit heimischem Rohöl, Erdgas und erneuerbaren Energien betrieben, so der Minister weiter. Kuba habe in den vergangenen zwei Jahren 1300 Megawatt Solarenergie installiert, jedoch gehe ein Grossteil dieser Kapazität durch Netzinstabilität verloren. Weder Mexiko noch Venezuela, einst wichtige Öllieferanten Kubas, haben seit US-Präsident Donald Trumps Anordnung vom Januar Treibstoff an die Insel geliefert. Diese droht Ländern, die Treibstoff an den kommunistisch regierten Staat liefern, mit Strafzöllen. Seit Dezember hat lediglich ein russischer Tanker Rohöl geliefert. Die Vereinten Nationen bezeichneten Trumps Blockade vergangene Woche als rechtswidrig.