Über 70 Todesfälle zu viel – wer haftet nun?
Am Universitätsspital Zürich ist es in der Herzchirurgie zwischen 2016 und 2020 zu schweren Verfehlungen gekommen, über 70 Patientinnen und Patienten sind unerwartet gestorben. Das zeigen Ergebnisse eines Untersuchungsberichts. Die Rede ist von Führungsversagen, mangelnder Kontrolle und Interessekonflikt. Der Herzchirurge Francesco Maisano hat die Herzchirurgie in dieser Zeit geleitet. Das Unispital hat 24 Strafanzeigen eingereicht. Die juristische Aufarbeitung wird wohl Jahre dauern. Mögliche Strafbestände wie fahrlässige Tötung verjähren allerdings nach 10 Jahren – deshalb drängt die Zeit.
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