10.11.201936967 Ansichten

Im Männerhaus

Es ist ein Kampf mit Rollenbildern und gegen Stereotypen, wenn der Mann das Opfer ist. Drei Betroffene geben bei «Reporter» anonym Einblick in die Misere, in der sie sich befinden. Alle haben Schutz und Unterstützung im Väter- und Männerhaus in Bern gesucht.

«Niemand glaubt es», sagt ein Mann, der im Väter- und Männerhaus Zuflucht gefunden hat. Und die Geschichten sind zum Teil wirklich unglaublich. Eine Mutter, die droht, das Kind zu erwürgen und es dem Vater in die Arme wirft. Eine andere Frau, die bewusst ihren Mann zum Krüppel schlagen will. Oder die Drohungen, der Mann werde das Kind bei einer Trennung nicht mehr zu sehen bekommen. Es sind alles Geschichten von Männern, die unter ihren Frauen leiden und zusätzlich gegen die traditionellen Geschlechterrollen ankämpfen müssen. Im Väter- und Männerhaus treffen sie Sieglinde Kliemen, die Leiterin des Männerhauses, die ihnen zuhört und sich für ihre Anliegen einsetzt. Sie weiss um die Hürden, die es für die Männer trotz Emanzipation immer noch gibt. Die Dunkelziffer sei hoch, wird auch von offizieller Seite hinter vorgehaltener Hand gesagt. Die Gleichberechtigung ist noch nicht überall angekommen. Daniel Bodenmann hat in «Reporter» den betroffenen Männern zugehört und erfahren, wie schwierig manchmal die Situation sein kann, wenn ein Mann das Opfer ist und um Gleichberechtigung kämpft.

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