28.06.202014752 Ansichten

Kaffee zum Glück

Thomas Schwegler baut in Peru Kaffee an. Mit Erfolg: Seine Kaffeebohnen werden weltweit mit Bestnoten ausgezeichnet. Finanziell trägt sein Unternehmen noch keine grossen Früchte. Trotzdem teilt er seinen Erfolg mit den Einheimischen. Thomas Schwegler produziert Fair Trade Kaffee, beliefert unter anderem ein Schweizer Luxuskaufhaus und hat schon mehrere Preise gewonnen. Dass der 45-Jährige seine Erfüllung im Kaffeegeschäft findet, ist ein Zufall. 2005 reiste er für eine Non-Profit-Organisation, nach Südamerika. Er unterstützte eine Kaffee-Kooperative, später wurde er Kaffeehändler. Vor acht Jahren entschied er sich, selber Kaffee anzupflanzen: «Ich will von A bis Z etwas gestalten. Und das möglichst gerecht, möglichst fair. Und den Leuten etwas vermitteln». Dem Zürcher ist wichtig, dass auch die Einheimischen von seinem Erfolg profitieren. Als nächstes will er für sie eine neue Schule bauen. Die Wände der alten sind durchnässt, sie kann jederzeit einstürzen. Schwegler ist der Initiator dieses Projekts. Seine Firma finanziert einen Teil der neuen Schule, der andere soll über Spenden zusammenkommen. Er sei kein Entwicklungshelfer, betont er, sondern Geschäftsmann. Sein Fokus liege beim Aufbau seiner Kaffeemarke. Schwegler hat sein ganzes Erspartes in seine Firma gesteckt und zusammen mit Investoren seinen Traum von einer eigenen Kaffeefarm realisiert. Er lebt in Südamerika ein karges Leben: Mit einem Schlauch wird Wasser von einem Bach umgeleitet. Während der Regenzeit ist es braun. In der Nacht wird Schwegler oft von Ratten geweckt. «Dieses Leben hat auch etwas Entschleunigendes. Aber manchmal fehlt mir der Schweizer Luxus schon». Reporter Samuel Bürgler erzählt die Geschichte eines Menschen, der von sich sagt: «Es ist wichtig für mich, einmal von dieser Welt zu gehen und sagen zu können, du hast im ganz kleinen Rahmen etwas Positives beigetragen.»

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