24.05.202012940 Ansichten

Luanas Leben mit MS

Die 26-jährige Luana Montanaro leidet an Multipler Sklerose: Fussballspielen musste sie aufgeben – doch als grösster Fan des FC Thun schöpft sie beim Mitfiebern an den Spielen und im Kontakt zur Mannschaft Kraft und Lebensmut. In «Reporter» spricht die junge Frau über ihre Wünsche und Ängste. Zum Zeitpunkt der Diagnose «Multiple Sklerose» im November 2010 war Luana Montanaro 18 Jahre alt und sportlich erfolgreich: Sie spielte Fussball beim Zweitligisten FC Spiez; im Tennis war sie in ihrer Alterskategorie die Nummer zwei des Schweizer Nationalkaders. Psychologin hätte sie werden wollen, anderen Menschen helfen. Doch sie war gezwungen, die Fachmittelschule 2012 – kurz vor Abschluss – abzubrechen. Heute besucht Luana Fussballspiele nur noch als Zuschauerin, ist der wohl grösste Fan und das «Maskottchen» des FC Thun: «Während des Spiels kann ich meine Schmerzen vergessen», strahlt sie. Die chronische Nervenerkrankung verläuft bei ihr hochaktiv; Reha-Aufenthalte prägen ihren Alltag. Freunde haben sich von ihr abgewendet, weil sie nicht umgehen können mit ihrer fortschreitenden Krankheit: Erblinden des linken Auges, Lähmungserscheinungen an den Beinen, starke Schmerzen. Auf das einzige Medikament, das helfen könnte, ist sie allergisch. Doch Aufgeben ist für die junge Frau keine Option: «Ich will weiterhin am Leben teilhaben, auch wenn Vieles immer schwieriger wird und sich mein Zustand stetig verschlechtert!» Reporter Reto Vetterli hat Luana Montanaro ein Jahr lang mit der Kamera begleitet: im Alltag und in der Fussballarena, bei ihren Hochs und Tiefs – getreu ihrem Lebensmotto: «Siebenmal Umfallen – achtmal Aufstehen». Eine Stammzellentherapie ist ihre letzte Hoffnung.

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