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Macht Arbeit glücklich?

Arbeiten wir, um zu leben? Oder leben wir, um zu arbeiten? Muss unsere Arbeit uns überhaupt glücklich machen oder holen wir unsere Zufriedenheit nicht besser in anderen Bereichen des Lebens? Mona Vetsch fragt nach.

Michaël und Marie Tuil aus Basel finden: 15 Stunden Arbeit pro Woche genügen. Das Unternehmer-Ehepaar hat seine Lebenshaltungskosten drastisch reduziert und leistet sich so den Luxus, weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit den beiden Kindern zu verbringen: «Wir sind reich an Zeit und an Beziehungen, und das macht uns glücklich», sagt Michaël Tuil. Rundum glücklich macht der Job auch Sabrina Kern aus Zürich – als Schauspielerin hat sie den Sprung nach Hollywood geschafft. Doch der Traumjob hat auch seine Schattenseiten: «Du musst mit der finanziellen Unsicherheit leben können und auch damit, immer und immer wieder Absagen nach den Castings zu erhalten.» Mona Vetsch fragt nach den Traumberufen und den Albtraumjobs von Schweizerinnen und Schweizern. Im Gespräch mit «Sternstunde»-Moderatorin Barbara Bleisch erfährt sie, dass Arbeit unserem Leben Struktur und dem Einzelnen Anerkennung gibt und das gute Gefühl, Teil eines grösseren Ganzen zu sein. Sie erfährt, dass Arbeit zwar nicht immer glücklich, unfreiwillige Arbeitslosigkeit aber definitiv unglücklich macht: «Glücklich werden kann man als unfreiwillig Arbeitsloser nicht – dafür fehlt einem die Wertschätzung», sagt etwa Andreas Knuchel aus dem solothurnischen Bellach, der seit sechs Jahren ohne Arbeit leben muss. «Menschen werden ihre Arbeit verlieren, doch es werden auch neue Stellen und Berufe entstehen», sagt Zukunftsforscher Stephan Sigrist. Denn es wird nicht so sein, dass Roboter uns vollständig ersetzen können. Handwerk beispielsweise werde in einer zunehmend digitalisierten Welt immer wichtiger werden, prognostiziert Sigrist. Und dass sowohl Handwerk als auch die Arbeit in der digitalen Welt glücklich machen, beweisen Maurerlehrnende Leandra Wolfisberg aus Sins und die Zürcher Bloggerin Anina Mutter.

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