18.11.202037344 Ansichten

Vegane Bauern

Zuerst verliebte sich Veganerin Claudia Troxler in Mastschwein Felix und rettete es vor dem Metzger, danach in Beat, Felix’ Besitzer. Jetzt steigen Beat und Claudia Troxler aus der Nutztierhaltung aus, und aus dem Bauernhof Eichenmoos im luzernischen Büron wird der «Lebenshof Aurelio».

Es war das eine Erlebnis, das Claudia Troxler aufrüttelte: In der Nacht war im Stall von Ehemann Beat ein Kalb geboren worden. Es trank bei der Mutterkuh, war gesund und munter. Als Beat und Claudia Troxler Mutterkuh und Kalb zu trennen versuchten, wie es in der Milchproduktion üblich ist, begann das Unheil: Die Mutterkuh wurde aggressiv gegenüber den Besitzern, das Kälblein verweigerte die Nahrung und musste mit einer Sonde ernährt werden. «Nur weil wir die Milch wollen, die eigentlich für das Kalb vorgesehen ist, tun wir den Tieren unendlich viel Leid an», sagt Claudia Troxler. In Claudia Troxler und ihrem Mann Beat reifte der Plan heran, aus der Milchproduktion auszusteigen, Kälber und Mütter nicht mehr zu trennen und keine Mastschweine mehr in den Schlachthof zu bringen: Aus dem Hof Eichenmoos soll ein Lebenshof entstehen, wo Tiere dem Menschen keinen Nutzen mehr bringen müssen. Im August gingen die letzten Schweine in die Metzgerei, alle Kälber, die noch auf dem Hof geboren werden, dürfen zusammen mit ihren Müttern aufwachsen. Reporterin Helen Arnet begleitet Claudia und Beat Troxler auf dem Weg vom Milch- zum Hafermilchbauern: Denn neben den Patenschaften, mit denen der Unterhalt der Eichenmoos-Tiere finanziert wird, wollen sie ihr Auskommen mit regionalem Pflanzendrink erwirtschaften.

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