16.09.202015014 Ansichten

Blausee-Fische vergiftet, Shutdown im Altersheim, Anti-Terror-Gesetz

Die Polizei soll präventiv gegen mögliche Terroristen vorgehen können – das will das Anti-Terror-Gesetz. Kritikerinnen warnen, der Rechtsstaat werde ausgehöhlt. Und: Das Coronavirus hat die Altersheime von der Aussenwelt abgeschnitten – die Bewohner waren über Wochen isoliert. Die Reportage.

Im bekannten Bergsee im Berner Oberland kam es seit 2018 zu mehreren grossen Fischsterben mit tausenden toten Forellen. Gleichzeitig wurde im Steinbruch oberhalb des Sees belasteter Altschotter von der Lötschbergtunnel-Sanierung deponiert. Die Blausee AG vermutet, dass Gift von diesem Schotter via Grundwasser in den See gelangt ist und die Fische getötet hat. Sterben hinter Plexiglas: Der Shutdown im Altersheim Rund 100'000 Menschen in der Schweiz leben im Altersheim. Das Coronavirus hat sie diesen Frühling abrupt von der Aussenwelt abgeschnitten. Besuch von Freunden und der Familie war strikt verboten – in vielen Heimen durften die Angehörigen nicht einmal von Sterbenden Abschied nehmen. Einsame Alte und erschöpftes Personal – hinter den Mauern spielten sich täglich Dramen ab. Und nun drohen mit den steigenden Fallzahlen in Altersheimen erneut Besuchsverbote. Hausarrest für 15-Jährige: Kritik am Anti-Terror-Gesetz Die Polizei soll weitergehende Befugnisse erhalten und bereits präventiv gegen mutmassliche Terroristen handeln können – auch wenn noch kein konkreter Verdacht besteht. Das will das neue Anti-Terror-Gesetz. UNO-Sonderberichterstatterinnen und -bestatter warnen: Das Gesetz öffne Tür und Tor für staatliche Missbräuche; der Rechtsstaat werde ausgehöhlt. Nächste Woche entscheidet das Parlament über die Vorlage.

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