13.05.201928825 Ansichten

Roger Schawinski im Gespräch mit Christoph Mörgeli

Lange war es ruhig um ihn, nun will Christoph Mörgeli vier Jahre nach seiner Abwahl wieder in den Nationalrat. Was bewegt den langjährigen SVP-Vordenker zur Rückkehr? Wie ist er mit persönlichen, politischen und beruflichen Rückschlägen umgegangen? Roger Schawinski fragt nach.

Von der Bildfläche verschwunden ist Christoph Mörgeli seit 2015 nicht gerade. Dennoch: Setzte der SVP-Parteistratege vor seiner Abwahl aus dem Nationalrat noch häufig Themen in den Medien, schlug er nach seiner grössten politischen Niederlage leisere Töne an. Mit einem 60-Prozent-Pensum als Redaktor bei der «Weltwoche» und seinem eigenen Beratungsunternehmen hätte der 58-Jährige eigentlich genug zu tun. Und doch zieht es ihn zurück auf die nationale Politbühne. Seine erneute Kandidatur für die Wahlen im Herbst begründet Mörgeli mit dem Tief der seiner Meinung nach ins Schlingern geratenen Zürcher SVP. Immer noch Hardliner früherer Tage, spricht er sich trotz Klimahype gegen eine Abweichung vom Parteiprogramm aus, das er selbst ausgearbeitet hat. «Ich erlaube mir, auf meine politische Erfahrung, meine Linientreue, meinen Kampfgeist und meine Ausdrucksmöglichkeiten in Wort und Schrift hinzuweisen», sagt er im Stil eines Bewerbungsschreibens. Auch persönlich habe er sich nach dem Wirbel um seine Entlassung als Konservator des medizinhistorischen Museums der Universität Zürich verändert. Er sei «überlegter, bedachtsamer und abgeklärter» geworden. Mörgeli ist nur eines von mehreren ehemaligen SVP-Schwergewichten, die ihrer kriselnden Partei wieder auf die Beine helfen sollen. In St. Gallen steigt Toni Brunner als Wahlkampfleiter in die Hosen, in der Romandie wurde Oskar Freysinger in der gleichen Funktion reaktiviert. Fehlt es der SVP an Nachwuchs? Und ist die Spaltung zwischen der Parteiführung und den eher klimafreundlichen Bauern in der Basis real und bedeutend? Bei Roger Schawinski liefert Mörgeli Antworten.

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